News

18. Oktober 2022
Von Fabiano | Foto: Archiv GdA / Soraya
Spielbericht

Ein Geniestreich zum Ende des ersten Saisonviertels

Nach einem 0:1 gewinnt Ambrì in Lausanne nach Verlängerung 2:1 und beendet das erste Viertel der Saison nach einem Spiel gegen jedes Team mit neun Siegen und nur vier Niederlagen. 

Begonnen haben die vier Tage mit drei Spielen mit der umstrittenen Penaltyniederlage zuhause gegen die ZSC Lions. Dabei hat Ambrì ein 2:0 aus den Händen gegeben und wurde mehrere Male von den Schiedsrichtern sicher nicht bevorteilt. Die Zürcher haben es auf Topscorer Michael Spacek abgesehen und ihn nicht mit Samthandschuhen angefasst. Tags darauf gelang es Biel die erste Linie um den Tschechen fair aus dem Spiel zu nehmen. Enorm effiziente Seeländer (32 Schüsse) fügten Ambrì beim 1:5 die höchste Saisonniederlage zu. Dass selbst Luca Cereda für einmal keine Lösung mehr hatte, hat man daran gesehen, dass er die Linien im letzten Drittel wild durcheinandergewirbelt hat. 

 

Der Schachzug von Cere und der Geniestreich von Inti 

Als Folge einer Schlägerei in Biel mussten die Biancoblù in Lausanne auf Capitano Daniele Grassi verzichten. Dafür stand nach ganz wenigen Eistrainings Tim Heed wieder im Lineup. Dazu hat Cereda mit Chlapik als Center einen unerwarteten Schachzug getätigt, der aber voll aufging. Nachdem das ineffizienteste Powerplay durch Ken Jäger getroffen hatte, entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für Ambrì. Der Ausgleich wollte aber vorderhand nicht fallen. Da brauchte es schon ein misslungener Schussversuch von Domi Zwerger, der zur perfekten Vorlage für Filip Chlapik wurde. Der Tscheche kommt langsam besser in Fahrt und steht bei mittlerweile fünf Toren und neun Skorerpunkten. Center Chlapik hat gegen Lausanne neun seiner 13 Bullys gewonnen und sich klar dafür beworben weiter als Center auflaufen zu können. Besonders, wenn man bedenkt, dass Ambrì weiter das klar schlechteste Bully-Team der Liga stellt. Es wird spannend zu sehen sein was nun passiert. Wird Grassi zum Flügel zurück umfunktioniert und was sagt Chlapik dazu, falls Cereda ihn Center spielen lassen will? Keine ganz einfache Situation in die sich Cereda gebracht hat. 

 

Da nachdem 1:1 bis zur 60. Minute keine Tore mehr fielen, hiess es sechste Overtime für den HCAP im 13. Spiel. Der Ausgang ist bekannt. Nach einem Spacek-Schuss erkämpft sich Pestoni den Rebound und arbeitet anschliessend die Scheibe durch den Torraum ins Tor. Für Inti ist es das fünfte Saisontor und für Ambrì der fünfte Sieg nach Zugabe. Die #88 scheint für die besonderen Momente bereit zu sein. Plötzlich ist das Team enorm nervenstark geworden. Ohne die fünf Zusatzpunkte wären die Biancoblù voll im Kuchen. So haben sie ein kleines Polster, aber ausruhen ist nicht. So ist es schön zu sehen, dass Ambrì nochmals zwei Punkte mehr hat als zum gleichen Zeitpunkt letzte Saison, aber auch nicht mehr. 

Zurück zu News