News

14. September 2021
Von Fabiano Wey | Foto: Soraya Sägesser
Spielbericht

Ein magischer Abend für die Geschichte

Der 11. September 2021 hat das Potenzial zum wichtigsten Tag der Vereinsgeschichte zu werden. Auf jeden Fall wird er nie mehr vergessen werden. Er hätte kaum magischer, emotionaler und perfekter sein können. 

Über der Leventina lag eine Freude, wie es sie wohl noch nie gegeben hat. Eine Freude über das neue Stadion, mit dem man sich ab der ersten Minute angefreundet hatte. Eine Freude über den  Start in die neue Saison, die gut werden möge. Eine Freude, dass man wieder zusammen Hockey schauen kann. Nichts und niemand hätte diese Stimmung zerstören können. Kurz vor dem ersten Puckeinwurf im neuen Stadion, ergriff Präsident Filippo Lombardi das Mikrofon. Wie so oft wurde seine Rede scheinbar nicht enden wollend, aber anders als oft zuvor wurde er von der Curva und dem ganzen Stadion gefeiert. Er hat einen riesigen Verdienst, dass dieses Stadionprojekt zu einem guten Ende gekommen ist und es Ambrì noch gibt. Genau das realisierte in diesem Moment Jede und Jeder.

Als dann das ganze Stadion unter Anleitung von vier Sänger:innen am Mikrofon 'La Montanara' intonierte und die Spieler im halbdunkeln aufs Eis kamen, war der Höhepunkt der Emotionen erreicht. Es gab wohl kaum jemanden, dem es nicht kalt den Rücken runterlief - magisch. 'La Montanara' vor einem Spiel ist eigentlich ein No-Go, aber da passte es, wie die berühmte Faust aufs Auge. Die Spieler bekamen das alles mit und waren nach einer sicherlich feurigen Ansprache von Cereda noch mehr aufgepeitscht. Die Biancoblù kamen als gebe es kein morgen. Nach 84 Sekunden ging man durch Johnny Kneubuehler in Führung. Ihm kam die grosse Ehre zu teil der erste Torschütze im neuen Stadion zu sein. Weitere 2:18 Minuten später stand es durch Kozun 2:0. 

Dubé sah sich gezwungen bereits sein Time-Out zu nehmen. Die überragenden Fribourger wurden richtiggehend überrollt. Und so ging es weiter. Erneut Kozun legte in der neunten Minute nach. In der Folge wechselte Fribourg im Tor auf Reto Berra. Dies hatte nur einen marginalen Effekt. Zwar brachen sie den Rhythmus der Squadra und kamen zum ersten Tor, aber nach 40 Minuten stand es bereits 5:2 für die Hausherren. Für den letzten Treffer war Zaccheo Dotti zuständig und machte so den Abend für die "Fratelli Dotti" perfekt. Er kam zu seinem ersten Treffer in der National League und Bruder Isacco traf bereits zum 4:1. Es war exemplarisch wie die Fans eine Mannschaft nach vorne peitschen können und ja...die Stimmung ist auch im neuen Stadion gigantisch. 

Spätestens nachdem 6:2 war das Spiel entschieden. Das Geschehen wurde mehr zu Wildwest, als zu weiteren schönen Kombinationen. So endete dieser perfekte Abend^2 so wie er begonnen hat: Mit der "La Montanara" und das laut, lang und aus tiefstem Herzen. Nachdem Sieg am Dienstag in Langnau sind die Biancoblù diese Saison noch ungeschlagen. Am Freitag empfangen sie den amtierenden Meister Zug zum zweiten Auftritt im 'nuova casa'. Die Fans werden wieder für eine gigantische Stimmung sorgen. Der nächste heisse Tanz ist vorprogrammiert. FORZA AMBRÎ.