Zweite Derbyniederlage am Wochendende

Der HCAP verliert auch das 2. Derby an diesem Wochenende mit 2:4. Die Biancoblu waren mehrheitlich in Puckbesitz standen sich aber am Ende selbst zu stark im Weg.

Einmal mehr eine tolle Choreo und ausverkauftes Haus

Einmal mehr eine tolle Choreo und ausverkauftes Haus (Foto: Christine Amstad)

Wie stark die Nerven angespannt waren, zeigte sich bereits nach einer halben Minute Spielzeit. Adrien Lauper und Thomas Wellinger lieferten sich einen Faustkampf, aus dem Lauper als vermeintlicher Sieger hervorging, da er den Fight für sich entschied. Da Lauper aber den Kampf so richtig initiierte und seine Handschuhe auszog wurde er mit einer 5 Minuten plus Spieldauer bestraft. Wellinger kam mit 2+2 davon. Der eigentliche Sieger des Kampfes war dann aber der HC Lugano, der die daraus folgende Überzahlsituation zum 0:1 ausnutzen konnte.

Die Söhne von Larry Huras in Derbystimmung auf einem See in Kanada (Bild: Twitter @LarryHuras)

Die Söhne von Larry Huras in Derbystimmung auf einem See in Kanada (Bild: Twitter @LarryHuras)

Diesem Rückstand musste der HCAP dann nachrennen. Versuchte es wieder mit geradlinigem Spiel mit vielen Schüssen aufs Tor. Aber auch an diesem Abend war Luganos Merzlikins wieder eine fast unüberwindbare Mauer. Das Schussverhältnis von 17:6 Schüssen im ersten Drittel.

Auch im zweiten Drittel Ambri wieder über weite Strecken in Puckbesitz und mit besten Chancen, den Ausgleich zu erzielen. Zwei davon hatte der junge Elia Elia Mazzolini. Ihm fehlte aber die notwendige Coolnes und auch etwas das Glück im Abschluss. Die Leventiner konnten auch die beiden Überzahlsituationen nicht ausnutzen. Auch im zweiten Drittel fiel das Schussverhältnis mit 16:10 klar für den HCAP aus.

Im Schlussdrittel dann endlich die Tore für Ambri. Dominic Zwerger konnte in der zweiten Minute mit einem sehr schönen Move den Ausgleich erzielen. Kurz darauf sogar die Führung für die BiancoBlu trotz Unterzahl. Marco Müller „fakte“ einen Lugano Verteidiger und bezwingt Merzlikins auf Stockandseite knapp über den Schoner. Wäre diese Coolness und der Killerinstinkt über das ganze Spiel vorhanden gewesen, wäre der Sieg drin gelegen.

Lugano konnte aber die Führung nur knapp eine Minute später wieder ausgleichen. Die Nerven der Leventiner lagen darauf wieder blank. Und wie im ersten Drittel geriet der HCAP wieder unnötig in Unterzahl. Diesmal wegen unsportlichem Verhalten auf der Bank. Und Lugano nutzte auch dies zum erneuten Führungstreffer. Die Leventiner mussten nun also erneut einem Rückstand nachrennen. Leider erfolglos. Sie mussten dann sogar noch das 2:4 ins leere Tor einstecken, obwohl die dabei mit einer sechs zu vier Überzahl auf dem Eis standen.

Ambri schaffte es damit auch fünften aufeinanderfolgenden Derby nicht, die BiancoNeri zu bezwingen. Der Sieg im ersten Derby bleibt damit wohl der einzige in dieser Saison. Der Sieg damals kam genau dadurch zu Stande, dass der notwendige Killerinstinkt und Diszipliniertheit vorhanden war.

Ambrì wurde aber in den beiden Derbies am Wochenende sehr schlecht für seinen Einsatz belohnt. In beiden Spielen war das Schussverhältnis klar auf Seiten der Leventiner. Die Luganesi gewannen aber beide Spieler durch ihre Effizienz und Coolness.

Auch die Schiris liessen sich auf die Derbysituation ein und liesses auf beiden Seiten einiges Durchgehen. In einigen Situationen aber auch etwas zu viel. Im zweiten Drittel haben sie den BinacoBlu einen Penalty verweigert, nachdem Bianchi bei einem Breakaway von hinten gestört wurde. Den Schiedsrichtern aber die Schuld zu geben wäre übertrieben. Auch Ambrì hatte mehrere Powerplaychancen, haben daraus aber wie in den fünf gegen fünf Situationen zu wenig zählbares gemacht.

Das Spiel war geradlinig und mit vielen Abschlussversuchen. Lugano und Merzlikins wurde es aber oft zu einfach gemacht. Freie Sicht für den Torhüter und oft auch der Abschlussversuch, statt noch einem Pass auf einen besser stehenden Mitspieler. Gegen viele Teams hätte dies gereicht, aber leider nicht gegen Lugano an diesem Wochenende.

Ambrì hat jetzt eine Woche Zeit sich auf das nächste Spiel vorzubereiten. Dieses findet am nächsten Samstag im Hallenstadion statt.

Tore:
05:23 0:1 PP Maxim Lapierre (Kparghai)
41:45 1:1 EQ Dominic Zwerger (D’Agostini)
46:29 2:1 SH Marco Müller (Kubalik)
47:19 2:2 EQ Bobby Sanguinetti (Klasen)
49:01 2:3 PP Dario Bürgler (Klasen, Brunner)
59:42 2:4 SH Maxim Lapierre

Strafen:
Ambrì: 4×2, 1x 5+20 (Lauper,)
Lugano: 5×2
Zuschauer:
6500 (ausverkauft)

Bericht: Roland Jauch
Foto: Christine Amstad

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