Wichtiger Sieg gegen Davos im Kampf um die Playoffs

Ambri zeigt Charakter nach der Niederlage gegen die Lakers und gewinnt mit 4:2 gegen den HC Davos.

Bereit zum Duell, Enzo Corvi und Marco Müller

Bereit zum Duell, Enzo Corvi und Marco Müller

Das 100. Spiel von Luca Cereda an der Bande soll für ihn und sein Team zu einem Charaktertest werden. Wieder voll zurück im Strichkampf trat man nach der Niederlage gegen Liga Schlusslicht Rapperswil nun gegen den ebenfalls stark abgeschlagenen HC Davos an.

Luca Cereda und sein Team haben aber aus dem Spiel gegen die Lakers gelernt und waren von Anfang an auf der Hut. Statt wieder einem Rückstand nachzurennen, konnten sie in der 6. Minute durch Zwerger in Führung gehen. Der Österreicher zeigte dabei seine technischen Qualitäten und düpierte die Davoser Verteidigung und Torhüter Lindbäck. Ambrì war über das ganze Drittel spielbestimmend. Vor allem die Paradelinie wirbelte mehrmals heftig bis Kubalik in der 17. Minute der zweite Treffer gelang.

Bereits nach 38 Sekunden im Mitteldrittel stand es bereits 3:0. Bis der Treffer aber dem vermeintlichen „Chancentod“ Hofer zugestanden wurde, benötigten die Schiedsrichter rund 7 Minuten Videostudium.

Fabio Hofer stochert zum 3:0. Félicien Dubois Abwehr mit dem Bein erfolgte hinter der Torlinie

Fabio Hofer stochert zum 3:0. Félicien Dubois Abwehr mit dem Bein erfolgte hinter der Torlinie

Wie schon mehrmals in dieser Saison schaffen es die Biancoblu dann aber nicht, sich vorentscheidend abzusetzen. So wurde es in der eiskalten Valascia nochmals heiss. Drei Minuten vor dem Ende des Mitteldrittels gelang den Bündnern der erste Treffer. Mit diesem Motivationsschub kamen sie dann auch aus der Kabine. Ambrì dagegen wirkte wieder verunsichert. Konsequenz war der Anschlusstreffer für die Davoser. Das Spiel war wieder offen. Vor allem auch, da Ambrì sich danach durch Strafen selbst schwächte. Diese Spielentwicklung gefiel Luca Cereda überhaupt nicht. Der HCAP Coach nahm in der 55. Minute sein Time Out.

38 Sekunden vor Ende dann wieder eine längeres Videostudium, das zu Gunsten des Heimteams ausging. Diesmal durften aber die Linesmen antreten. Nach dem Schuss Novotnys via Pfosten ins verlassene Tor forderte Witolinsch seine Coaches Challenge, die er sehr knapp verlor.

Ambrì gewinnt damit dieses wichtige Spiel mit 4:2 und besteht den Charaktertest. Entscheidend dabei war einerseits Conz im Tor, der einen guten Eindruck hinterliess. Andererseits aber auch die Routiniers, wie ein Ngoy, Kostner, Bianchi die eine solide Leistung zeigten. Das Spiel zeigte aber einmal mehr, wie wichtig die Tore der Paradelinie Kubalik/Müller/Zwerger sind. Fehlen die Punkte dieser Linie, ist es für die Biancoblu schwierig bis fast unmöglich, ein Spiel zu gewinnen.

Bereits am Donnerstag geht es weiter auswärts in Genf, am Samstag dann das nächste Heimspiel gegen die ZSC Lions. Will man in der Tabelle vor diesen beiden Teams bleiben, müssen zwingend Punkte eingefahren werden.

Bericht: Roland Jauch
Fotos: Soraya Sägesser

 

Tore:
05:15 1:0 Zwerger (Kubalik)
16:37 2:0 Kubalik (Müller)
20:38 3:0 Hofer
37:00 3:1 Lindgren (Pestoni)
43:27 3:2 Lindgren (Heinen, Kundratek)

Strafen:
Ambrì:
Davos:

Zuschauer:
4160 (Minusrekord)

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