Von Siegen, kollektivem Blackout und Goalierochaden

Eine Woche mit drei Spielen liegt hinter uns. Eine Woche mit einer sehr durchzogenen Bilanz.

Zu Null Sieg gegen die Flyers

Beginnen wir beim Spiel gegen die Kloten Flyers. Der HCAP gewann dieses Spiel mit 3:0. Auch wenn die Leistung des Gegners sicher nicht über alle Zweifel erhaben war, soll dies die eigene Leistung nicht schmälern. Zurkirchen feierte seinen zweiten Shutout und drei wichtige Punkte konnten verbucht werden. Ein Sieg für die Moral.

Kräfteraubendes Gotthardderby

Der Fluch der 2:0 Führung scheint Ambrì einfach nicht loszuwerden. Wieder gaben die Leventiner eine schon fast sicher geglaubte Partie aus der Hand und konnten den ersten Dreipunktesieg zu Hause wieder nicht einfahren. Ambrì spielte gutes Eishockey und auch die notwendige Härte und Aggressivität waren im Spiel. Die Leventiner zeigten, dass sie mit den Topteams der Liga mithalten und diese auch besiegen können. Obwohl das Spiel am Ende gewonnen wurde, wird dieser und die anderen geteilten Punkte am Ende der Qualifikation fehlen.

Kollektiver Blackout in Biel

Was das Team dann aber einen Tag später in Biel zeigte, darf durchaus als Muster für einen kollektiven Blackout herhalten. Ambrì wollte den Schwung und den Rhythmus aus den vorangegangenen Spielen mitnehmen, wurde dann aber von den ausgeruhten Bielern in den ersten Minuten regelrecht überrannt.

Der bemitleidenswerte Ersatz-Ersatz-Torhüter Lorenzo Croce wurde von seinen Vorderleuten komplett im Stich gelassen. Die Partie war nach den ersten vier Minuten und dem 0:3 praktisch schon entschieden. Biel beschränkte sich dann darauf Kräfte zu sparen und konnte dennoch den Vorsprung auf 6:0 ausbauen. Die Leventiner sicherten sich dann ihrerseits das letzte Drittel mit 3:0, dies war aber nur ein bisschen Resultatkosmetik und Aufbau von Selbstvertrauen.

Erwähnenswert sind aber das erste Meisterschaftstor von Fabian Lüthi und der sehenswerte Penalty von Adam Hall.

Torhüterrochaden

Viel zu reden gaben auch die Torhütertransfers. Der HCAP hat Michael Flückiger für drei Spiele an Servette ausgeliehen. Leider zog er sich beim Spiel gegen Fribourg eine leichte Hirnerschütterung zu und fiel danach aus. Da sich unglücklicherweise auch Sandro Zurkirchen verletzte, musst Serge Pelletier handeln. Flückiger konnte nicht zurückgeholt werden. Kurzfristig wurde dann der ehemalige HCAP Back Up Torhüter Lorenzo Croce von den SCL Tigers mittels B-Lizenz wieder zurückgeholt. Dass ein NLB Ersatztorhüter eingesetzt werden musste zeigt, wie schwierig es derzeit ist, einen valablen Goalie zu finden.

Dass Michael Flückiger an Servette ausgeliehen wurde macht aus zwei Sichten Sinn: Erstens kann er dadurch Spielpraxis sammeln und zweitens wurde er sicher nicht gratis ausgeliehen. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wie schon so oft in dieser Saison, wurden die Leventier auch in dieser Thematik vom Pech verfolgt.

Es fehlt meist nicht viel

Auch wenn die Niederlage gegen Biel im Moment sehr schmerzt, müssen wir uns auch das positive vor Augen führen. Nach einer Serie von 7 Niederlagen, hat Ambrì in 5 von 9 Spielen gepunktet. Viele, vor allem auch Spiele gegen die Liga Top Teams, hatten sehr knappe Resultate. Auch wenn der HCAP derzeit auf dem vorletzen Rang liegt sind die Playouts noch nicht gebucht. Es ist weiterhin alles möglich.

Nun gilt es den Kopf wieder zu heben und auf den guten Leistungen aus den Spielen gegen Lugano, Kloten und Zug aufzubauen. Die nächsten Gegner, der SCB am Freitag auswärts und dann Lugano zu Hause, versprechen wieder einiges an Spannung.

Roland Jauch

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