Späte Wende bringt Sieg

Das eminent wichtige Spiel gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers wurde für Ambrì zur Nervenprobe. Die Partie wogte hin und her. Mit späten Toren zum 5:3 ziehen die Biancoblù das Spiel auf ihre Seite. Mann des Spiels war Rückkehrer Michael Fora mit zwei Toren.

Gegenüber dem Sieg am Montag im Hallenstadion am Montag ändert Cereda im Tor nichts. So kommt Viktor Östlund zu seinem nächsten Start. Der gebürtige Schwede hält zu Beginn des Spiels sein Team im Spiel. Die Lakers legen los wie die Feuerwehr und versuchen den HCAP zu überrollen. Dieser scheint noch nicht im Spiel angekommen zu sein. Ohne Östlund hätten die Lakers einmal mehr eine frühe Führung bewerkstelligt. Für einmal war es nicht Ambrì, sondern der Gegner, der die Chancen nicht nutzen konnte. Auf der anderen Seite war es dann Diego Kostner, der in der zehnten Minute einen Schuss von Michael Ngoy zur Führung ablenken konnte. Mit 8:14 Schüssen und einer 1:0-Führung war es eigentlich ein perfektes Drittel. Der Ausfall von Julius Nättinen trübte aber das Bild erheblich.

Viktor Östlund war mit einer Fangquote von 90.9% ein sicherer Rückhalt.

Der Finne spielte im ersten Drittel nur 68 Sekunden, verschwand dann in der Kabine und brach im zweiten Drittel nach wenigen Sekunden einen Versuch ab. Nättinen wurde früh im Spiel gecheckt. Es wird befürchtet, dass die alte Nackenverletzung wieder aufgebrochen ist. Der Club hat noch nichts genaueres kommuniziert. Das Team schien diesen Rückschlag nicht nur gut verkraftet zu haben. In Unterzahl mussten sie in der 24. Minute den Ausgleich hinnehmen. Joel Neuenschwander sass an diesem Abend zum zweiten Mal auf der Strafbank. Fünf Minuten später stellte Rückkehrer Michael Fora die erneute Führung wieder her. Fora trug aber nicht das „C“. Daniele Grassi führte das erneut als Captain an. Den erneuten Ausgleich in der 32. Minute durch Eggenberger konnte aber auch er nicht verhindern. Es kam in diesem Drittel zum Vergessen noch schlimmer. Eine Sekunde vor der Pause konnte Steve Moses unbedrängt aus dem Slot zur erstmaligen Führung der Gäste einnetzen.

Der zweite Sieg in Folge kann bejubelt werden.

Einmal diese Saison konnte Ambrì ein Spiel nach einem Rückstand nach 40 Minuten noch in einen Sieg drehen. Dass es das zweite Mal wird sah an diesem Abend lange nicht danach aus. Das Spiel plätscherte vor sich hin und die Minuten zerflossen. Dann kamen aber die Lakers zur Hilfe. Kay Schweri nahm fünf Minuten vor dem Ende eine Strafe. Das Powerplay war lange sehr konfus, aber dann kam Fora zum Schuss, der von Kostner zum Ausgleich abgelenkt wurde. Für die Biancoblù kam es noch besser. In einer weiteren Strafe gegen die Lakers traf Johnny Kneubuehler mit einem brachialen Slapshot zum Game-Winner. Zu spielen waren noch 21 Sekunden. Die Lakers riskierten nun natürlich alles. Nahmen das Timeout und Goalie Bader vom Eis. Vom Bully aus schlitterte die Scheibe nur sechs Sekunden danach zum 5:3 ins Tor. Captain Daniele Grassi reihte sich so auch noch unter die Torschützen ein.

Man kann durchaus von einem gestohlenen Sieg sprechen, aber es war schon sehr oft umgekehrt. Damit sind die Leventiner noch zwei Punkte hinter den Lakers, haben aber vier Spiele weniger absolviert. Was Cédric Hächler zur Partie meint, sagt er in unserem Interview:

Bericht: Fabiano Wey; Fotos/Interview: Soraya Sägesser

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