Sieg nach Penaltyschiessen gegen den EV Zug

Der HC Ambrì-Piotta gewinnt das Gotthard Derby gegen den EV Zug mit 2:1 nach Penaltyschiessen. Eine gute Defensive ist der Grund für diesen Erfolg im bereits dritten Penaltyschiessen in der Valascia.

Sandro Zurkirchen zeigte eine "matchwinnende" Leistung (Foto: R. Jauch/Archiv)

Sandro Zurkirchen zeigte eine „matchwinnende“ Leistung
(Foto: R. Jauch/Archiv)

Die blauweissen Fans kommen dieses Jahr voll auf ihre Kosten bei den Heimspielen. Zum dritten Mal trat der HCAP in der heimischen Valascia an und zum dritten Mal wurde eine spannende Partie erst im Penaltyschiessen entschieden.

Das Spiel war ein typisches Gotthard Derby -.wenig Spielfluss, viele Strafen, Spannung und Emotionen. Wer sich nach dem Spiel gegen den HC Davos wieder auf ein offenen Schlagabtausch gefreut hatte, wurde herb enttäuscht. Die Gastgeber kamen in den ersten beiden Dritteln nie richtig ins Spiel und waren vor allem damit beschäftigt, Tore der anstürmenden Zuger zu verhindern. Zwei Drittel lang ging das gut. Im letzten Spielabschnitt musste Sandro Zurkirchen dann trotzdem hinter sich greifen. Er konnte die vor ihm liegende Scheibe nicht blockieren und Robbie Earl lupfte ihm diese über den Schoner ins Tor (41.).

Hall mit wichtigem Ausgleich

Drei Minuten später spielte der HCAP im Powerplay. Inti Pestoni bediente Adam Hall im Slot und der hat in gewohnter Manier aus dieser Position keine Mühe, den gegnerischen Torhüter mit einem platzierten Schuss zu bezwingen. Es blieben die einzigen Tore in diesem Spiel. Immerhin spielte der HCAP im letzten Drittel mit den Zugern auf Augenhöhe, schaffte es aber nicht, den entscheidenden Treffer zu erzielen.

Wieder Verlängerung und Penaltyschiessen

Es ging also bereits zum dritten Mal in der Valascia in die Verlängerung. In dieser verpassten es die Leventiner eine Strafe gegen Santeri Alatalo zu nutzen. Es kam also zum dritten Mal zum Shoot-out Showdown.

Auch hier zeigte Adam Hall seine Kaltblütigkeit im Abschluss, souverän bezwang er Tobias Stephan. Giroux, Pestoni und Steiner blieben dagegen sehr blass und verschossen ihre Versuche. Als fünfter Schütze trat Topskorer Keith Aucoin an, zu diesem Moment stand es 1:1. Aucoin zeigte, dass er nicht nur assistieren, sondern den Puck auch selber einnetzen kann.

Zuri als zum Matchwinner

Sandro Zurkichen zeigte den ganzen Abend schon, dass er sich in beeindruckender Form befindet. Auf ihm lag nun der ganze Druck. Und er hielt ihm stand, parierte den letzten Zuger Versuch und avancierte so zum Matchwinner. Wenig überraschend wurde er dann auch zum besten Spieler auserkoren.

Perfektes Boxplay, schwaches Powerplay

Das Boxplay war in den letzten drei Partien gegen Davos, Lausanne und Zug eines der Erfolgsrezepte. Auch im Spiel gegen die Zuger kassierten die Leventiner keinen Treffer in Unterzahl.

Weiterhin sehr verbesserungsbedürftig ist das Überzahlspiel, da täuscht auch der Treffer von Hall nicht darüber hinweg. Langsame unpräzise Pässe und wenig Druck aufs Tor hat mit dem Fachbegriff Powerplay wenig gemeinsam.

Kobach scheidet verletzt aus

Bereits in der zweiten Minute läuft Reto Kobach in einen brutal aussehenden Check von Björn Christen. Verletzungsabsicht steckte wohl nicht dahinter, dennoch blieb Kobach ziemlich benommen auf dem Eis liegen und musste dann von seinen Kollegen vom Eis geführt werden. Er wurde noch während dem Spiel zur Untersuchung ins Spital gebracht. Er dürfte mindestens für das morgige Spiel ausfallen. Damit fällt neben Ryan O’Byrne ein weiterer Stammverteidiger aus.

Aufbaugegner für Kloten?

Der nächste Gegner sind die immer noch sieglosen Kloten Flyers. Es wäre nicht das erste Mal, dass die Leventiner zum Aufbaugegner für eine kriselnde Mannschaft werden.

Kurzinterview mit Patrick Sidler


 Roland Jauch

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