Saison voller Höhepunkte – die NL blickt zurück

Heute Dienstag fand im Haus des Sports in Ittigen die Saison Abschluss Pressekonferenz der National League statt. Verwaltungsrat Pius-David Kuonen und Direktor Leistungssport Ueli Schwarz blickten auf eine sehr erfolgreiche Saison zurück. Wir waren für euch dabei mit speziellem Fokus auf den HC Ambrì-Piotta.

20140429_105145_b„Es ist eine Saison voller Höhepunkte gewesen“ waren die ersten Worte von National League Verwaltungsrat Pius-David Kuonen bei seinem Rückblick auf die 1’200 Spiele der National League. Ein sportliches Highlight war für ihn, dass es in der NLA und NLB insgesamt 7 (4 NLA / 3 NLB) Schweizer Topskorer gegeben hat. Ein Wert der bisher noch nie erreicht wurde, und für die Qualität der Schweizer Spieler spricht.

Im Fokus des Rückblickes standen folgende Themen:

Schiedsrichterleistung

Der NL Refs wurde eine sehr gute Leistung attestiert. Das habe sich insbesondere dadurch gezeigt, dass auf dem Eis weniger diskutiert wurde, als in früheren Saisons. Ein Grund dafür, dürfte das 4-Mann Prinzip sein, dass viel weniger versteckte Fouls zulasse.
Die durchgeführten Feedbackgespräche (Austausch zwischen Coaches und Schiedsrichtern) haben zu einem besseren Dialog und einem besseren Umgang untereinander geführt. Das zeigte sich unter anderem darin, dass diese Saison weniger ordentliche Verfahren durchgeführt werden mussten.

Rechtspflege sehr effizient

Es war die erste Saison, in der die Schiedsrichter keine Matchstrafen mehr aussprechen konnten. Dadurch wurde der Druck von den Schiedsrichtern genommen, in wenigen Sekunden Urteile fällen zu müssen, die sich auch auf das nächste Spiel auswirken. Dank einer verbesserten Zusammenarbeit mit der SRG waren jeweils bereits kurz nach Spielende sämtliche verfügbaren Videobilder auf den Gameservern der NL, damit der Einzelrichter die Urteile fällen konnte.

Auf die vergangene Saison wurde auch die „Aufschiebende Wirkung“ abgeschafft. Das bedeutete, dass die Organe Einzelrichter und Verbandssportgericht ihre Urteile sehr schnell fällen mussten. Dies hat sehr gut funktioniert, sogar nach dem Spielfeldprotest in der NLB, der eine Verzögerung des ganzen Spielbetriebes der NL hätte nach sich ziehen können..

Mehr Sicherheit in den Stadien

Die Anzahl der Vorfälle mit Pyros, Gegenstandswürfen oder Ausschreitungen ist zurückgegangen. Dies ist sicher ein Verdienst der Klubs, von denen jeder NL Klub ein Fankonzept hat.  Die Null-Toleranz konnte so sehr gut durchgesetzt werden. Das gegen den HCAP verhängte Teilgeisterspiel hat hier sicher auch seine Signalwirkung entfacht. Dennoch gäbe es zuviel Vandalismus in den Stadien, so dass hier weiter daran gearbeitet werden müsse.

Es habe für die Liga und die Clubs oberste Priorität, für sichere Spiele zu sorgen, so dass die verschärften Massnahmen des Hooligan-Konkordats (z.B. Nicht-Bewilligung von Spielen) gar nicht erst angewendet werden müssten.

Infrastrukturvorschriften

Die Schweiz liegt im sportlichen Vergleich mit europäischen Ländern auf einem Spitzenplatz, was die Infrastruktur betrifft, ist aber noch viel Potential vorhanden. Um auch hier vorwärts zu kommen, hat die NL ein neues Reglement erstellt, dass bis 2018 umgesetzt werden muss. Davon betroffen ist auch der HC Ambrì-Piotta. Auch sechs weitere NLA Klubs haben derzeit Stadionprojekte offen.

Kurz- und mittelfristige Ziele
Die NL wird den eingeschlagenen Weg mit folgenden 4 Zielen weitergehen:

– Finanziell stabile Klubs
– Infrastruktur verbessern
– Sicherheitsstandards in und um die Stadien verbessern
– sportlich starke Position halten und ausbauen

Sportlicher Rückblick

Wir erlebten eine sehr ausgeglichene Meisterschaft. 70% der Spiele endeten mit 1-2 Toren Unterschied (HCAP 70%), 25% mit 3-4 Toren (HCAP 26%) und nur 5% mit „Steinzeitresultaten“ mit mehr als 5 Toren Unterschied (HCAP 6%). Auch in der Tabelle spielte sich diese Tatsache. Der Abstand vom Zweitplatzierten zum Achtplatzierten wurde in den letzten drei Saisons immer kleiner (Saison 11/12: 30 Pkt, 12/13: 20 Pkt, 13/14 12 Pkt).

Sportlich positive Entwicklung des HCAP

Auch der HC Ambrì-Piotta  hat sich in den letzten drei Jahren der Spitze wieder kontinuierlich genähert. Saison 11/12 11. Rang/49 Pkt, Saison 12/13 10. Rang/53 Pkt, Saison 13/14 7. Rang/78 Pkt.
Ambrì gehörte in der vergangenen Saison neben Kloten und Lausanne zu den Teams, die nur 5 Ausländerlizenzen gelöst hatten. Alle 8 Lizenzen haben nur die beiden Playoutfinalisten Rapperswil und Biel gelöst.

Valascia zu 87% ausverkauft

Total (Saisonkarten + Einzeleintritte) besuchten 2’039’375 Zuschauer (+ 53’250) die NLA Qualifikationsspiele und 297’573 (-141’032) die Playoffs, 108’204 (+22’043) die Playouts sowie 23’462 die Ligaqualifikation. Der Gesamtschnitt über alle Stadien der NLA lag mit 6’833 Zuschauer leicht unter dem letztjährigen Wert (-74)

Der HCAP erreichte einen berechneten Wert von 5’631 Zuschauer in der Qualifikation. Der effektive Wert dürfte aber ca um 400 tiefer liegen, da nicht immer alle Saisonkartenbesitzer im Stadion waren (Schätzung von Sacha Gobbi).
In den Playoffs hatte der HCAP im Schnitt 5’902 Zuschauer.

Interessant neben den absoluten Werten ist die Auslastung der Stadien in Prozenten. Spitzenreiter ist hier klar Fribourg-Gottéron mit 98% in der Quali und 100% in den Playoffs. Die Valascia war in der Qualifikation zu 87% ausgelastet, in den Playoffs zu 91%. Im Mittel waren die NLA Stadien in der Qualifikation zu 84%, in den Playoffs zu 90% (Lugano nur 68%!) und in den Platzierungsrunden/Playouts zu sehr guten 76% ausgelastet.

RSI mit den meisten Live Spielen

Die Tessiner Kanäle der SRG übertrugen im „free TV“ am meisten Live Spiele in der vergangenen Saison. Es waren alle sechs Derbies der Qualifikation, sowie 18 Partien in den Playoffs. Auf SRF zwei waren nur 18 Playoffspiele zu sehen. Dies gilt auch für das westschweizer Fernsehen, die aber zusätzliche noch die Winter-Classic live übertragen haben.

Auf Teleclub waren alle 362 NLA sowie 31 NLB Spiele live zu sehen.

Noch keine Aussage über die Wirtschaftlichkeit

Da die definitiven finanziellen Zahlen der einzelnen Klubs noch nicht vorliegen, konnte die NL noch keine Aussagen über die Wirtschaftlichkeit der Liga machen. Über die letzten drei Jahre war aber ein Trend auszumachen, dass die NL Klubs besser wirtschaften und die Anzahl der Klubs mit einem positiven Ergebnis zunimmt.

Generell positive Bilanz

Die NL zog somit wenige Tage nach dem Ende der Meisterschaft eine sehr positive Bilanz. Die Liga und die Klubs arbeiten an den gemeinsamen Zielen und kamen in der vergangenen Saison diesen einen weiteren Schritt näher.

HCAP Saisonrückblick

In der Juni Ausgabe der Gazzetta dell’Ambrì werden wir einen vertieften Rückblick auf die sportlichen Leistungen des HCAP machen.

Roland Jauch

 

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