Overtimeniederlage für kreativ müdes Ambrì

Der HCAP verliert auch das zweite Spiel nach dem SpenglerCup mit 2:3 nach Verlängerung. Gegen die ZSC Lions konnten sie sich aber bis in die Overtime retten.

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Für das Spiel gegen die ZSC Lions konnte Luca Cereda wieder auf Benjamin Conz zählen. Der Torhüter ersetzte den kranken Daniel Manzato. Ebenfalls zurückgekehrt ist der SpenglerCup Sieger Scottie Upshall, der bis Ende Januar unter Vertrag genommen wurde. Sabolic musste für ihn auf der Tribüne Platz nehmen.

Die Partie begann verheissungsvoll für die Leventiner. Sie waren im ersten Drittel mehrheitlich in Scheibenbesitz. Gefährliche Chancen oder gar Tore blieben aber aus. Die Lions waren aber immer auf der Hut und konnten mehrere gefährliche Angriffe lancieren.

Um das Tor von Conz herrschte oft viel Verkehr

Um das Tor von Conz herrschte oft viel Verkehr

Es dauerte bis in die 32. Minute, ehe das erste Tor fiel. Zwerger und Müller konnten eine zwei gegen ein Situation kreieren. Zwerger passte auf Müller, der zum 1:0 einnetzen konnte. Damit ging es dann auch in die Pause.

Die Frage stellte sich, wieviel Energie die Biancoblu noch in ihren Tanks haben für das letzte Drittel. Der ZSC versuchte von Beginn an das Tempo und den Druck auf das Gehäuse von Conz hochzuhalten. In der 45. Minute gelang dann auch der Ausgleich. Nur dreieinhalb Minuten Später dann sogar die Führung. Es schien nun alles für den Zett zu laufen.

Mattia Hinterkircher erzielte den Ausgleich gegen seinen Ex-Klub. Es war bereits sein zweiter Treffer

Mattia Hinterkircher erzielte den Ausgleich gegen seinen Ex-Klub. Es war bereits sein zweiter Treffer

Es schien auch, dass die Beine der Leventiner nicht mehr so richtig wollten. Ein Vorpreschen von Trisconi konnte Prassl aber nur mit einem Stockschlag bremsen. Powerplay kurz vor Schluss. Und diesmal klappte es in Überzahl. Mattia Hinterkircher, der Ex-Zürcher in Ambrì-Diensten, konnte den vielumjubelten Ausgleich erzielen. Ambrì rettete sich in die Overtime und sicherte sich somit mindestens einen Punkt.

Die Overtime war eine schnelle Sache. Nach einem Angriff der Leventiner konnte die Zürcher einen Konter fahren und Captain Patrick Geering bezwang Conz.

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Es ist damit die zweite Niederlage in Folge. Nur diesmal mit dem Unterschied, dass man über weite Strecken ebenbürtig war und sich einen Punkt sichern konnte. Das Team von Luca Cereda startete mit guten Beinen ins Spiel. War läuferisch und physisch ebenbürtig. Irgendwie schien aber die kreative Frische zu fehlen. Viele Angriffe wirkten zu kompliziert oder durchschaubar. Es gab wenig überraschende Momente, die in anderen Spielen die Entscheidung gebracht hatten.

Diese kreative Müdigkeit kann durchaus eine Folge der SpenglerCup Wochen sein. Das Team erlebte dort viele emotionale Momente und war heiss den Cup zu gewinnen. Jetzt sofort wieder den vollen Fokus auf die Meisterschaft zu legen ist nicht einfach. Luca Cereda und Paolo Duca war diese phase der mentalen Müdigkeit aber von Anfang an bewusst. Sie werden sicher das richtige Mittel finden, um die Mannschaft wieder heiss zu machen.

Vielleicht schon morgen auswärts in Genf. Forza Ambrì

Bericht/Fotos: Roland Jauch

 

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