NL beschliesst Anpassungen für die neue Saison

Die Vertreter der National League haben einige Neuerungen auf die kommende Saison beschlossen. Das Werfen von Gegenständen und Flüssigkeiten und Schwalben sollen härter bestraft werden.

Im Rahmen der ordentlichen Versammlung der National League A und B Clubs haben die Vertreter über verschiedene Traktanden zum Ligabetrieb debattiert und abgestimmt. Die Verantwortlichen der verschiedenen Ressorts der NL präsentierten den Clubdelegierten ihre Jahresrückblicke und ehrten die Medaillengewinner der NL-Meisterschaften. Zudem wurde unter anderem zur Einführung der neuen SIHF-App informiert und über die weiteren Schritte und Präzisierungen im Spielbetrieb der NL B informiert. Des Weiteren wurde das LSC für die kommenden vier Jahre neu konstituiert.

SIHF-Digital
Per kommende Saison lanciert SIHF eine neue App, welche momentan noch im Entwicklungsprozess ist. Acht NL-Clubs (5 NL A und 3 NL B) partizipieren und übernehmen die SIHF-App als White-Label-Lösung. Zudem wartet die neue Website www.sihf.ch vor allem mit der Rubrik „Game Center“, qualitativen Verbesserungen und Anpassungen auf. Die SIHF-Website ersetzt nach einer Testphase, die seit Ende Saison 2013/14 lief, alle bisherigen Webauftritte von Swiss Ice Hockey.

Anträge und Reglementanpassungen
Die NL-Delegierten hatten über eine Vielzahl von Anträgen bezüglich Reglementanpassungen und Ergänzungen zu befinden:

– Statistikerfassung NL A und B
Die von SIHF vorgestellte neue Statistik-App (für NL A) ist ab Ende Juli 2015 betriebsbereit. Die Clubs erhalten die Lizenz kostenlos zur Verfügung gestellt. Es muss jedoch gewährleistet werden, dass pro Club zwei Personen als Statistiker gestellt werden. Ziel ist die automatisierte Statistikerfassung vor Ort und die Möglichkeit, im Vergleich zur Vergangenheit, umfassendere Statistiken abzubilden. Auch in der NLB wird im Vergleich zur Vergangenheit eine bessere Statistikabbildung möglich sein.

– Sanktion von Gegenstandswürfen
Das Werfen von Gegenständen und Flüsigkeiten aufs Eis, gegen Spieler, Trainer, Offizielle und Referees soll strikter sanktioniert werden. Damit setzen sowohl die NL als auch die Clubs ein deutliches Zeichen dafür, dass solche Verhaltensweisen von Fans in den Schweizer Stadien nicht akzeptiert werden. Solche Tatbestände werden in den Ordnungsbussentarif aufgenommen und mit Tarifverfahren sanktioniert. 

– Fahrplan/Präzisierung NLB Quo Vadis
Nach den Beschlüssen im Februar 2015, wonach die NL B in den kommenden zwei Jahren wieder zu vergrössern sei, wurde der Fahrplan für Bewerbungen hinsichtlich der Saison 2016/17 festgelegt. Farmteams haben ihre Gesuche bis zum 31.12.2015 einzureichen. Ein Entscheid der Lizenzkommission muss innerhalb des folgenden Monats gefällt werden. Bewerbungen eigenständiger Clubs müssen bis zum 29.2.2016 bei der National League eingereicht werden. Die Entscheidung der Lizenzkommission wird in diesem Fall innerhalb von zehn Tagen gefällt. Des Weiteren haben die NL-Clubs präzisiert, dass die sportlichen Aufstiegskriterien durch die im Februar gemachten Beschlüsse nicht ausser Kraft gesetzt sind. Demnach kann ein eigenständiger Club nur aufsteigen, wenn er die Schweizer Meisterschaft der 1. Liga gewinnt. Sollte die NL B zu diesem Zeitpunkt weniger als zwölf Teams umfassen, kann nach Bedarf der zweitplatzierte Club aufsteigen.

– Hintertor-Kameras
Nach einem Pilotversuch mit einer fixen Hintertorkamera in Langenthal werden per kommende Saison neu alle NL B-Stadien damit ausgerüstet. Damit können umstrittene Torszenen künftig auch in der NL B per Videobeweis überprüft werden.

– Diving/Embellishment
Die NL Vertreter wollen dem Phänomen von Schwalben und Simulieren (Diving/Embellishment) auf dem Eis entgegenwirken. Liegt ein klares, offensichtliches Vergehen betreffend vor, soll dieses neu auch On-Ice mit einem Tarifverfahren gegen den Spieler geahndet werden können.

– 4 Mann System
Die komplette Umsetzung des 4-Mann Systems im Schiedsrichterwesen wird auch in der NL B und bei den Junioren Elite A weiter vorangetrieben und die Anzahl der so geleiteten Spiele sukzessive erhöht.

-Fördermassnahme Spieler unter 23
Im Sinne der Ausbildung junger Spieler wurde beschlossen, dass Spieler, die jünger als 23 Jahre alt sind, künftig in den NL B-Playoffs eingesetzt werden dürfen. Diese verlieren ihre Spielberechtigung in den NL B-Playoffs nur dann, wenn sie von ihrem A-Lizenz-Club in den NL A-Playoffs/Playouts eingesetzt worden sind. Damit behalten junge Spieler auch dann Spielpraxis, wenn sie in der NL A nur eine Nebenrolle einnehmen.

– Anpassung IIHF-Rules
Im Regelwerk wurden zwei IIHF-Rules betreffend Shootouts übernommen: In der Overtime sowie in Shootouts wechseln die Torhüter jeweils die Seiten. Zudem dürfen die Torhüter neu während des ganzen Shootouts auf dem Eis verbleiben.

Neuer Vorsitzender Kommission für Ordnung und Sicherheit (KOS)
Nach 15-jähriger Tätigkeit als Vorsitzender Kommission für Ordnung und Sicherheit gibt Christoph Vögeli sein Amt per Ende August aus beruflichen Gründen ab. Auf ihn folgt Andreas Leuzinger, der in den vergangenen zehn Jahren für das Bundesamt für Polizei tätig war und somit eine langjährige Erfahrung im Bereich Sicherheit mitbringt.

Wahlen Leistungssport-Komitee
Neben den statutarisch bereits bestimmten Mitgliedern des Komitees (CEO, Florian Kohler, Director National League, Ueli Schwarz und Vizedirektor Leistungssport, Pius-David Kuonen) wurden Peter Zahner, Sven Leuenberger, Gaudenz Domenig, Patrick Lengwiler und Patrick Hauert wiedergewählt. Für den abtretenden Marius Meijer (HC La Chaux-de-Fonds) wurde Gian Kämpf (SC Langenthal) von der Delegiertenversammlung neu als Vertreter der NL B ins LSC gewählt.

Quelle: sihf.ch

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