Niederlage im Penaltyschiessen gegen München

In einem intensiven und von vielen Emotionen geprägten Spiel haben die Gäste aus München am Ende das bessere Ende für sich. Red Bull München gewinnt nach Penaltyschiessen mit 2:3.

Die Prima Squadra bei der Nationalhymne vor dem Spiel

Die Prima Squadra bei der Nationalhymne vor dem Spiel

Nachdem Ambri vor 2 Tagen gegen Färjestad den ersten Sieg in der CHL feiern konnte, galt es den Schwung gleich mitzunehmen, damit man auch heute Samstag als Sieger vom Eis gehen kann. Knapp 5000 Zuschauer haben beim zweiten CHL-Heimspiel den Weg in die Valascia gefunden. Trotz tatkräftiger Unterstützung durch die Fans gelang Ambri der Start in die Partie nicht wie gewünscht. Bereits nach 6 Minuten ging München im Powerplay durch Chris Bourque in Führung. Beim Gegentreffer hat Torhüter Daniel Manzato eher unglücklich ausgesehen. In der Folge blieb München die spielbestimmende Mannschaft und liess nur wenig Chancen zu. Kurz vor der ersten Pause musste zum erstem Mal auch ein Münchner auf der Strafbank Platz nehmen. Am Resultat änderte sich jedoch nichts mehr und so ging Ambri mit einem knappen Rückstand in die erste Pause.

Daniel Manzato lässt sich zum 1:0 bezwingen

Daniel Manzato lässt sich zum 1:0 bezwingen

Zu Beginn des 2. Drittels konnte Ambri noch in Überzahl spielen und nutzte diese sogleich aus. Matt D’Agostini, welcher bereits am Donnerstag gegen Färjestad einen Treffer erzielte, schoss Ambri zum Ausgleich. Dieser Treffer gab den Tessinern extrem Aufschwung. Sie hatten in der Folge mehrere gute Möglichkeiten, erstmals in Führung zu gehen, doch der Treffer wollte nicht gelingen. Mit zunehmender Spieldauer kamen auch immer mehr Emotionen ins Spiel. Das war besonders in der 29. Spielminute spürbar, als Sabolic und Bodnarchuk ein paar Nettigkeiten austauschten und in der Folge beide für längere Zeit auf der Strafbank Platz nehmen mussten. Und auch danach wurden munter Strafen auf beiden Seiten verteilt. Tore gab es aber keine weiteren mehr im 2. Drittel.

CHL ist kein Freundschaftsturnier. Sabolic und Bodnarchuk gehen in den Infight.

CHL ist kein Freundschaftsturnier. Sabolic und Bodnarchuk gehen in den Infight.

Den bessern Start ins 3. Drittel erwischten die Gäste aus München, welche zum zweiten Mal an diesem Abend im Powerplay in Führung gingen. Ambri gab sich aber noch nicht geschlagen und konnte prompt durch einen wunderschönen Angriff von Zwerger und Müller den Ausgleich erzielen. Das Resultat nach 60 Minuten lautete 2:2 und somit war die 1. Verlängerung in der CHL Tatsache. Dort hatte München die besseren Chancen den Match für sich zu entscheiden, doch Manzato hielt Ambri mit mehreren Big Saves noch im Spiel. Kurz vor Ende der Verlängerung wurde Dominic Zwerger regelwidrig gefoult, was eine Strafe für die Gäste bedeutete. Als die Schiedsrichter deswegen die Uhr zurückstellten, rastet der Trainer von München komplett aus und wurde dafür bestraft. Dadurch hatte Ambri noch die Möglichkeit, 21 Sekunden vor Ende der Verlängerung, in doppelter Überzahl zu spielen. Der Siegestreffer wollte aber nicht fallen und so musste das Penaltyschiessen über Sieg oder Niederlage entscheiden. Im Penaltyschiessen hatte München dann etwas mehr Glück und konnte sich den Sieg sichern.

Kein guter Abend für Brian Flynn. Erst kriegt er einen Cut unter dem linken Auge, der genäht werden muss, dann schiesst er im Ersatztrikot knapp am Tor vorbei

Kein guter Abend für Brian Flynn. Erst kriegt er einen Cut unter dem linken Auge, der genäht werden muss, dann schiesst er im Ersatztrikot knapp am Tor vorbei

Eine bittere Niederlage für Ambri, da man mehrmals die Chance hatte diesen Match zu entscheiden. Nichts desto trotz zeigten die Tessiner eine gute Leistung und forderte dem letztjährigen Finalisten alles ab. Jetzt gilt es die Batterien aufzuladen, damit man sich am nächsten Mittwoch im Cup gegen den EHC Dübendorf mit einem Sieg für die Achtelfinals qualifizieren kann.

Im Interview analysieren Luca Cerada und Marco Müller den bisherigen CHL Auftritt und geben einen Ausblick auf Cup und Meisterschaftsstart.

Bericht: Fiona Gamma
Fotos/Interviews: Roland Jauch

 

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