Nächste Saison sechs Spiele gegen den SC Bern und schon bald gegen Top Team aus Europa? – News von der NL Versammlung

sih_logo_color_smallHeute haben sich die Vertreter der NL Vereine im Haus des Sports in Ittigen (Sitz der National League) zur ordentlichen NL Versammlung getroffen. Vertreter des HCAP war der Generalmanager Alain Vetterli. Diskutiert wurden unter anderem über die Spieltage der Saison 2014/2015, den Swiss Ice Hockey Cup und die European Club Competition. Ueli Schwarz, Director Elite Sports, informierte zudem über den Rücktritt von Schiedsrichterchef Reto Bertolotti

Ambri, Lausanne und Langnau als Publikumsmagnete

Derzeit besuchen durchschnittlich rund 140 Personen mehr die Spiele der NL als in der gleichen Zeit der letztjährigen Saison. Dazu trägt auch der HCAP wesentlich bei. Der Zuschauerschnitt in der Valascia ist ca 950 Zuschauer höher als letzte Saison. Ebenfalls sehr positiv wirkt sich der Aufstieg von Lausanne aus. Im Gegenzug ziehen aber auch die SCL Tigers den Zuschauerschnitt in der NLB nach oben. 

Spieldatenplan 2014/2015 mit Cupspielen am Mittwoch

Viel zu diskutieren gab die Genehmigung des Spieldatenplans für die Saison 2014/2015. Die Durchführung des Swiss Ice Hockey Cup und der European Club Competition sorgt für zusätzliche Sperrdaten im Spielplan für die NL Meisterschaft.  Cup Spiele werden während der Woche jeweils Mittwochs ausgetragen.

Vor allem Roland Habisreutinger, Sportchef beim HC Lugano machte sich stark dafür, dass insbesondere auch bei Wochen mit Cup Spielen vor und nach dem Spieltag ein spielfreier Tag ist um eine möglicht lange Erholungszeit für die Spieler zu erreichen. Dies wird sich gemäss Willi Vögtlin, Verantwortlicher Spielbetrieb der NL, aber nicht immer möglich sein.

Biel und Bern alternierend gegen Ambri, Lugano und Zug

Die Vertreter der NL Vereine entschieden sich, die Zusatzrunden weiterhin mit nach geografischen Kriterien gegliederten Gruppen zu spielen. Damit sollen die Reisezeiten für die Teams minimiert und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Aufsteiger Lausanne wechselt dabei aus der Gruppe Mitte in die Gruppe West, zusammen mit Genf Servette und Fribourg. Diskussionen gab die Zuteilung der beiden Bernerklubs EHC Biel und SC Bern, die bisher zur Gruppe West gehörten. Die NL Vertreter entschieden (mit Gegenstimmen von Biel und Bern), dass alternierend einer der beiden Berner Clubs  den freigewordenen Platz in der Gruppe Mitte übernimmt. Für die kommende Saison wird dies der SC Bern sein. Diese Regelung gilt, solange es keinen Aufsteiger gibt, oder sich einer der beiden Clubs selber dafür entscheidet, fix in der Gruppe Mitte zu starten.

Alain Vetterli zeigte sich nach der Versammlung nicht unzufrieden über diese Lösung, da es tendenziell wegen dem SC Bern an den Heimspielen mehr Zuschauern haben dürfte. 

Gleiche Ausländerregelung wie in der laufenden Saison

Wie in der laufenden Saison verfügt jeder NLA Klub über ein Kontingent von 8 Ausländerlizenzen und kann vier davon pro Spiel einsetzen. In der NLB können die Klubs weiterhin unbeschränkt viele Ausländer unter Vertrag nehmen, aber nur deren 2 pro Spiel einsetzen.

Schweizer Cup nimmt Formen an

Den NL Vereinen wurde der Reglemententwurf für den Swiss Ice Hockey Cup zur Vernehmlassung zugestellt. Zu definieren ist unter anderem noch, wie ab dem Viertelfinal bei einem Unentschieden nach 60 Minuten der Sieger bestimmt wird. Ausspielen mittels Sudden death (ohne Penaltyschiessen), resp. 5 oder 20 Minuten Verlängerung und anschliessend Penaltyschiessen. 

Neue Schiedsrichter Aufgebotspolitik und Super Visor bewähren sich

Seit dieser Saison werden die gleichen Schiedsrichter Teams für mehrere Spieltage in Folge aufgeboten. Dies wird von den Refs sehr geschätzt. Vorteile davon sind unter anderem, dass die Refree Teams gemeinsam lernen und dies in den nächsten Spielen umsetzen können. Dies gilt insbesondere wenn neben dem Profi-Schiedsrichter ein junger Schiedsrichter eingesetzt wird.

Ebenfalls positiv bewertet wird das Engagement von Super Visor Gary Sheehan. Der ehemalige Trainer analyisiert mit den Schiedsrichtern verschiedene Spielsituationen aus Sicht der Coaches. Damit soll das gegenseitige Verständnis gefördert werden. Dabei geht es meist weniger um Entscheide goal/ no goal bei einem Videobeweis, als viel mehr um Strafen, die z.B. wegen Spielerbehinderung gepfiffen wurden. Denn hier gibt es seitens der Trainer und Schiedsrichter viel mehr Interpretationsspielraum. 

Spielt Ambrì schon bald gegen Top Teams aus Europa?
Neben den 4 Schweizer Klubs mit einer A-Lizenz (Bern, Zürich, Fribourg und Zug haben als Aktionäre der ECC eine Startgarantie für die ersten 3 Jahre) wird auch ein fünfter Klub an der European Club Competition (ECC) teilnehmen. Wie der europäische Wettbewerb heissen wird ist noch nicht definiert. Da der Schweiz 5 Startplätze zustehen soll dieser jeweils auch besetzt werden. Die Vergabe des Startplatzes soll nach sportlichen Kriterien erfolgen.

Roland Jauch

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