Nach dem letztem „Test“ gilt es ab Dienstag ernst

Der HCAP hat das letzte Spiel der Platzierungsrunde gegen die Rapperswil Jona Lakers mit 4:3 verloren. Damit verpasst der HCAP sein Erfolgserlebnis vor der kapitalen Playoutfinal-Serie gegen den gleichen Gegner.

Das Spiel verlief wie erwartet. Beide Mannschaften versuchten zu spielen, mehr aber auch nicht. Checks wurden selten fertig gemacht und auch in die Zweikämpfen wurde nicht mit letzter Konsequenz eingestiegen. Rappi versuchte schon früh ein Zeichen zu setzen und ging bereits in der 5. Minute in Führung. Danach ein Hin und her mit Chancen auf beiden Seiten.

Das zweite Drittel dann mit dem Ausgleich der Leventiner durch Lauper. Danach war die Reihe aber wieder an den Lakers, welche die Führung bis auf ein 4:1 ausbauen konnten.

Loik Poudrier konnte in der 53. Minute einen schönen Angriff über Duca und Schlagenhauf mit dem 4:2 Anschlusstreffer abschliessen. Nun waren es die Leventiner die drückten und durch Trunz nochmals auf 4:3 herankamen. Für mehr reichte es aber nicht mehr.

Ambri schont Leistungsträger

Für das belanglose letzte Spiel der Platzierungsrunde schonte Serge Pelletier seine Leistungsträger. Mit Giroux, Pestoni, Hall, Chavaillaz und Gautschi waren gleich fünf Spieler, die in den letzten Spielen vermehrt forciert wurden, nicht auf dem Matchblatt aufgeführt.

Weiterhin fehlen die Verletzten Grassi und Kobach. Zurückgekehrt ist dafür Francis Bouillon, der sich mit einem Kurzen Faustkampf gegen Jordan Murray zurückmeldete.

Der HCAP muss den Schalter nun umstellen

Nach dem der HCAP es in der Platzierungsrunde verpasst hat, den Ligaerhalt vorzeitig zu sichern muss er nun den Schalter definitiv auf den Überlebensmodus umstellen. Die Rapperswiler konnten sich nun bereits seit mehreren Wochen, ja Monaten, auf diese Situation einstellen und haben dementsprechend ihre Kräfte geschont. Die Mannschaft der Lakers macht dabei einen kompakten und zuversichtlichen Eindruck. Ihnen dürfte es relativ einfach gelingen, aus dem Energiesparmodus zu erwachen.

Anders bei den Leventinern. Die verbale und nonverbale Kommunikation unter den Spielern auf und neben dem Eis lies in letzter Zeit diverse Spannungen innerhalb des Teams vermuten. Auch die Resultate und Verhaltensweise der letzten Spiele sprechen nicht für eine gute mentale Verfassung der Biancoblu. Ein Hoffnungsschimmer ist aber das gestrige Spiel.

Rapperswil wollte von Beginn an ein Zeichen setzen, dass sie bereit sind für die Serie. Ambri hat diese Herausforderung angenommen und mit der zweiten Garde dagegengehalten. Im Gegensatz zu den letzten Spielen konnten sich die Leventiner steigern und sind aus ihrer Lethargie aufgewacht. Das „Testspiel“ war somit die letzte Gelegenheit, sich auch mental auf die Serie vorzubereiten.

Serge Pelletier rechnet denn auch damit, dass die Intensität und das Tempo in den kommenden Spielen einiges höher sein wird. Als Vorteil bei den Lakers sieht er das breitere Kader, dass den Lakers viele Optionen erlaubt.

Leistungsträger nun gefordert

Beim HCAP werden in den kommenden Spielen die Leistungsträger massiv gefordert sein. Ihre Erfahrung in solchen Situationen dürfte auch ausschlaggebend sein, wie die Serie gegen die Lakers verlaufen wird. Gespannt sein, dürfen wir auch auf Spieler wie Zgraggen, Stucki etc., die zum ersten Mal mit diesem Überlebenskampf konfrontiert sind.

Wenig Strafen nehmen und Checks fertigmachen

Das Erfolgsrezept von Patrick Sidler gegen die Lakers tönt ziemlich einfach: „Wir müssen Strafen verhindern und ihre Ausländer neutralisieren. Sie haben eine sehr gute Offensive und ein starkes Powerplay“. Jesse Zgraggen sagt denn auch, dass sie im Vergleich zum „Testspiel“ viel härter agieren und die Checks fertig machen müssen.

Am Dienstag beginnt die Serie gegen die Lakers mit einem Heimspiel (Spielbeginn 20:15 Uhr). Natürlich wollte sich Pelletier noch nicht in die Karten blicken lassen, mit welcher Aufstellung er antreten wird. Oder wie er es sagte in Anlehnung an ein Zitat von Othmar Hitzfeld: „Wir werden es am Dienstag sehen.“

Roland Jauch


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