Mangelnde Effizienz vereitelt erfolgreiches CHL Debüt

Der HC Ambrì-Piotta zeigte ein starkes Debüt in der Champions Hockey League. Einziges Manko war die Torausbeute. Der Gastgeber Red Bull München gewann mit 3:0.

Daniel Manzato stand beim ersten CHL Spiel des HCAP im Tor. (Archivbild Gazzetta dell'Ambrì)

Daniel Manzato stand beim ersten CHL Spiel des HCAP im Tor. (Archivbild Gazzetta dell’Ambrì)

Das Abenteuer Champions League beginnt. Und es war für ein erstes Pflichtspiel der Saison ein guter Auftritt, nur das Wichtigste funktionierte nicht: Das Tore schiessen. Aus 53 Schüssen (47 aufs Tor) resultierte kein einziger Treffer. München machte aus 35 Torschüssen drei Tore. Weil der dritte Treffer ins leere Tor fiel, kam Daniel Manzato, der den Vorzug vor Dominik Hrachovina erhielt, auf die starke Fangquote von 94.1%. Neben der schlechten Chancenauswertung, muss auch die Bully-Statistik als negativer Kritikpunkt herausgehoben werden. Ein Thema, das sich in die neue Saison hineinzuziehen scheint. Die vier eingesetzten Center Müller, Flynn, Dal Pian und Kostner haben (klar) unter 50% all ihrer Bullys gewonnen.

Vor 4’210 Zuschauern und rund 1’000 angereisten Ambrì-Fans zeigten die Biancoblù gegen den Vorjahresfinalisten eine gute Leistung. Das erste Drittel ging nach Spielanteilen gar klar an die Champions League-Debütanten. Umso ärgerlicher ist das erste Tor von München 13 Sekunden vor der ersten Pause. Wäre es torlos in die Kabine gegangen, wäre das Spiel vielleicht…ach nein, lassen wir das. Auf alle Fälle verliess sich der Finalist der letzten DEL-Saison in der Folge noch mehr auf seine stabile Defensive und wenn nötig auf Goalie Danny aus den Birken.

Brian Flynn bekam von Cereda mit 22 Minuten am meisten Eiszeit. (Foto: Archivbild Gazzetta dell'Ambrì)

Brian Flynn bekam von Cereda mit 22 Minuten am meisten Eiszeit. (Foto: Archivbild Gazzetta dell’Ambrì)

Ambrì kam zu Schüssen und Chancen, aber die ganz grossen Möglichkeiten fehlten weitgehend. Die Deutschen standen in der eigenen Zone sehr kompakt und konnten die aufsässigen Tessiner wortwörtlich oft vom Leibe halten. Ein Aktivposten im Spiel der Leventiner war Neuzugang Brian Flynn. Der US-Amerikaner gab vier Schüsse ab und stand mit fast 22 Minuten so lange, wie kein anderer seiner Teamkollegen auf dem Eis.

Weiter geht es bereits am Samstagnachmittag gegen Färjestad Karlstad. Die Schweden konnten ihr erstes Spiel gegen Banska Bystrica gleich mit 6:1 gewinnen. Nicht nach Karlstad geflogen ist Dominic Zwerger. Der Flügelstürmer will den kleinen konditionellen Rückstand in der Schweiz aufholen.

Fabiano Wey

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