«La Montanara» in Davos, aber Rohrbach verletzt

Ambrì kommt im dritten Duell zum ersten Sieg gegen Davos und gibt damit die rote Laterne an Rapperswil weiter. Mit Neuenschwander und Mazzolini erzielten zwei Youngsters die beiden Ambrì-Tore beim 2:1-Sieg, aber Matchwinner ist Goalie Daniel Manzato.

Daniel Manzato war gegen Davos ein starker Rückhalt. (Archivbild Gazzetta dell'Ambrì/Roland Jauch)

Daniel Manzato war gegen Davos ein starker Rückhalt. (Archivbild Gazzetta dell’Ambrì/Roland Jauch)

Das Spiel begann aus Sicht der Leventiner nicht gerade gut. Zwar kamen sie früh zu einer Powerplay-Möglichkeit, aber genau dies scheint momentan das Sorgenkind zu sein. Ausser einem Schuss von Fora und einer verpassten Abnahme von Rohrbach resultierte nichts. Dario Rohrbach war dann auf unschöne Art und Weise im Mittelpunkt der nächsten Szene. Wie kurz zuvor hatte er eine gute Abschlussmöglichkeit, verpasste die Scheibe aber erneut und wurde danach von einem Davoser von hinten gefällt. Der Flügel konnte nicht mehr weiterspielen. Es sah nach einer Knieverletzung aus, aber genauere Angaben fehlen bisher. Langsam aber sicher gehen Cereda die Stürmer aus.

Seinen Ausfall kompensierte Tobias Fohrler, der fortan anstatt Verteidiger Stürmer spielte. Das Spiel plätscherte über eine lange Zeit etwas dahin, aber Davos war stets das tonangebende Team. Ambrì schien den ganzen Abend einen Schritt hinterher zu sein, aber verstand es Nadelstiche zu setzen. Ein solcher kam in der siebten Minute. Joel Neuenschwander konnte einen Schuss von Christian Pinana ablenken. Die Schiedsrichter schauten die Szene, wegen einem allfälligen hohen Stock an, drehten aber die Entscheidung nicht. So blieb das zweite Saisontor von Neuenschwander bestehen.

Das Spiel ging eigentlich weiter auf ein Tor – dasjenige von Daniel Manzato. Er kam bis am Ende auf die exorbitante Fangquote von 97.30%. Mehrfach verhinderte er mit Glanzparaden den Ausgleich. Wenn er geschlagen war, rettete der Pfosten, wie bei Corvi im zweiten Drittel. Ambrì hatte an diesem Abend aber auch das nötige Glück. Andres Ambühl verpasste im ersten Abschnitt beispielsweise das offene Tor.

In der 30. Minute kam ein weiterer solcher Nadelstich. Elia Mazzolini, der auch wegen dem Ausfall von Rohrbach auf fast elf Minuten Eiszeit kam, fasste sich ein Herz und zog auf das Davoser-Tor. Im ersten Versuch skorte er nicht, aber er blieb dran und versenkte die Scheibe aus spitzem Winkel. Am Ende wurde es nicht nur das Game-Winning-Goal, sondern war auch das allererste Tor von Mazzolini in der National League. Es ist dem unermüdlichen «Chrampfer» zu gönnen. Vielleicht löst das etwas aus.

Dennoch änderte das Spiel kaum. Davos drückte und Ambrì verteidigte mit Mann und Maus. Wie unbedeutend ein Zwei-Tore-Vorsprung im Eishockey ist, hat man in der jüngeren Vergangenheit zu Hauf gesehen. Vier Minuten vor Schluss war es dann ausgerechnet Chris Egli mit einem der harmloseren 37 Schüsse, der die Spannung endgültig zurückbrachte. Egli spielte ja bis vor einer Woche noch in Ambrì. Gegenüber vielen Spielen dieser Saison konnte die Squadra aber das Resultat halten. Enzo Corvi erwies seinen Davosern einen Bärendienst, als er kurz vor Schluss Marco Müller in Bandennähe checkte.

Es war das Ende der Davoser Ausgleichshoffnungen. Mit diesen drei Punkten hat Ambrì den zwölften Platz an Rapperswil abgegeben und hat noch drei Punkte Rückstand auf den Strich. In einer Woche geht’s weiter mit dem letzten Heimderby der Saison. Bei einem weiteren Vollerfolg könnte man den Kantonsrivalen überholen.

Bericht: Fabiano Wey

 

5 (100%) 1 vote