Kubalik mit zweitem Overtime-Winner in Folge

Plötzlich ging alles ganz schnell. Ein Pass ins Leere der Genfer in der eigenen Zone konnte Müller übernehmen und Kubalik schloss so schnell ab, dass sich Robert Mayer im Genfer-Tor nicht mehr rechtzeitig verschieben konnte. 17 Sekunden waren gespielt, als die kalte Valascia erbebte. Für den Tschechen ist es der 49. Skorerpunkt in der laufenden Saison und der zweite Siegtreffer in der Verlängerung innerhalb von acht Tagen, nachdem er bereits gegen Zug den zweiten Punkt sicherstellte.

Die Partie war teilweise ruppig, aber meist sehr fair.

Die Partie war teilweise ruppig, aber meist sehr fair.

Der Rest des Spiels ist schnell erzählt. Es war ein typischer Strichkampf, den sich die beiden Mannschaften aufs Erbitterste lieferten. Viel stand auf dem Spiel. Genf merkte man je länger das Spiel dauerte, die Partie vom Freitag an. Aber auch Ambrì wirkte nicht taufrisch. Gerade ein Zwerger ackerte und kämpfte in seiner bekannten Art und Weise, aber er konnte seine gerade überstandene Krankheit nicht komplett verbergen. D’Agostini und Fora spielten enorm riskant in der eigenen Zone, was aber glücklicherweise keine Konsequenzen hatte.

Kubalik scheitert alleine an Robert Mayer.

Kubalik scheitert alleine an Robert Mayer.

Letzterer war dann auch Hauptakteur in einer Szene, die die knapp 5‘400 Zuschauer erzürnen liess. Nach einem Beinstellen bekam er zwei Minuten. Wegen unsportlichem Verhalten gaben ihm die Schiedsrichter schlussendlich 2+2. Was genau vorgefallen war, wird wohl nur Fora wissen, aber dies passt zur undurchsichtigen Leistung der Schiedsrichter an diesem Abend. In die gleiche Kategorie fällt die Aktion im zweiten Drittel. Ngoy sass bereits eine Strafe ab, als Zwerger sich im Genfer-Drittel behauptete und zu einem Dribbling ansetzte und fiel. Aber anstatt einer Strafe für Genf, stellten die Schiedsrichter Daniel Stricker und Joris Müller Zwerger raus. Genf konnte über 40 Sekunden in doppelter Überzahl spielen. Das Genfer-Powerplay glänzte aber durch Ideenlosigkeit und viele Ungenauigkeiten. Allerdings muss an dieser Stelle auch das aggressive Boxplay Ambrìs gelobt werden. Gleiches gilt auch für Benjamin Conz, der zu einem weiteren Shutout kommt und verdient zum besten Spieler der Biancoblù gewählt wurde.

Conz behielt auch in hektischen Phasen die Ruhe und sicherte sich einen Shutout.

Conz behielt auch in hektischen Phasen die Ruhe und sicherte sich einen Shutout.

Die grösste Chance hatte im zweiten Drittel Dominik Kubalik, als er alleine auf Mayer losziehen konnte, aber noch regelwidrig von Mercier gestoppt werden konnte. Man hätte auch einen Penalty geben können bzw. nach Ansicht vieler geben müssen. Kubalik machte in der 61. Minute sein Tor dann ja doch noch. Die begonnene Serie darf er im Derby am Freitag gerne weiterführen.

Im Interview spricht Samuel Guerra unter anderem über die Nervosität, die im ersten Drittel bei den BiancoBlu sehr gut spürbar war.
Bericht: Fabiano Wey
Fotos/Interview: Roland Jauch

Rate this post