Kommentar zur Einsprache gegen das Stadionprojekt

Keine guten Nachrichten für das Stadion-Projekt des HCAP. Das Architekturbüro Jachen Könz aus Lugano (ein Schelm der Böses denkt) hat Rekurs gegen das Projekt eingereicht.
Bisher hat Jachen Könz seine genauen Motivationen nicht bekannt gegeben. Jedoch soll er, wie u.a. auch einige Politiker (es ist Wahlkampf) gegen die Verwendung von Steuergeldern für dieses Projekt sein. Weiter stört sich der Architekt (vielleicht wolle er ja den Auftrag), dass das Projekt nicht öffentlich ausgeschrieben worden sei, sondern direkt an Mario Botta gegangen sei.

Die ca. 10 Millionen Franken, die der Bund und Kanton ausschütten würden, sind, laut meinen Informationen, aber gesetzlich verankert. Dies weil aufgrund der behördlich festgestellten Lawinengefahr für den Standort der heutigen Valascia ein Neu-/Umbau nicht möglich ist. Es muss also ein neues Stadion ausserhalb der Gefahrenzone gebaut werden. Aufgrund dieses durch das Gesetz erzwungenen Umzuges haben Firmen, die ihren Standort wechseln müssen Anspruch auch eine Art Genugtuung. Genau um das handelt es sich bei diesen 10 Millionen.

Die Gegner des Projekt stellen sich auf den Standpunkt, dass die neue Valascia nicht von allen Tessinern genutzt werde, also solle sie nicht mit den Geldern aller Tessiner gebaut werden.

Nun stelle ich mir die Frage, ob alle Tessiner den Flughafen Agno benutzen, der auch Millionen an Steuergeldern verschlungen hat und verschlingt.

Nicht alle Einwohner Lugano benutzen den neuen Garderobentrakt der Resega, der u.a. mit 3 Millionen Franken an Steuergeldern finanziert wurde… usw.

Ich kann verstehen, dass sich einige Architekten vor den Kopf gestossen fühlen, weil Mario Botta, bekennender Ambrifan, das Projekt ausgearbeitet hat, bis jetzt GRATIS notabene.

Wie Filippo Lombardi aber sagt, verzichte man seitens der Valascia SA aber bewusst auf einen Teil der staatlichen/kantonalen Zustüpfe. Aufgrund einer juristischen Abklärung seitens der Valascia SA erlaubt dieser Verzicht einer PRIVATEN AG die freie Wahl des Architekten.

Somit scheint es sich hier einerseits um Wahlkampf was die Politiker angeht zu handeln und andererseits Neid eines Architekten, der vermutlich als mutmasslicher Lugano-Fan gar nie ein neues Stadion für den HCAP hätte bauen wollen. Man kann es auch als PR-Zug des Architekten sehen, den vermutlich bis dato noch niemand gekannt hat.

So ärgerlich diese Geschichte mit einem Rekurs, der aus meiner Sicht keine grossen Erfolgschancen hat, ist, um so gefährlicher ist sie für das Weiterbestehen des HCAP.

Gestern hat Filippo Lombardi nochmals betont, dass bis zum Sommer 2015 das Baugesuch eingereicht werden muss und anfangs nächstes Jahr spätestens mit dem Bau begonnen werden muss. Das Ultimatum der Liga scheint nicht verhandelbar. Verliert der HCAP wegen solchen Rekursen, die es in einem Rechtsstaat gibt und auch geben soll, nur noch ein paar Monate mehr, könnte es nicht mehr reichen, was den Untergang und das Verschwinden dieses Clubs bedeuten würde.

Ich habe geschlossen.

Angelo Lanini

 

BannerGazzetta

One thought on “Kommentar zur Einsprache gegen das Stadionprojekt

  1. Ich bin zwar absolut kein Ambri Fan, das mag daher rühren das Sport im Allgemeinen nicht so interessant anzusehen ist , für mich.
    Die Ambrianer sind aber seit je her sympatisch und ich finde es unglaublich, dass man hier wieder einmal alles tut, um sich zu profilieren.
    Leider sind Neid und Missgunst eine der häufigsten Eigenarten in der „modernen“ Schweiz. Architekten sind ja schon an sich ein besonderes Volk, nun aber scheint einer aber, zu viel der Tessiner Sonne abbekommen zu haben.
    Ich hoffe es wendet sich zum Guten! Toi Toi Toi Ambri
    Die Hokey Schweiz braucht ein Ambri

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *