Knappe 2:3 Niederlage im Testspiel gegen Metallurg Novokuznetsk

Es war nicht der Abend der Leventiner. Obwohl es begann vielversprechend. Den vielen Zuschauern in der Eishalle von
Biasca wurde ein schnelles Spiel gezeigt. Beide Teams hatten Chancen, wobei Sandro Zurkirchen die schwierigeren
Aufgaben gestellt wurden. Nach neun Minuten konnten die Leventiner sogar in Überzahl ran. El Assaoui, Lhotak und Noreau
vergaben gute Chancen. Als dann Lhotak auf der Strafbank sass, entwischte Elias Bianchi der russischen Verteidigung und
bezwang deren Torhüter zwischen den Beinen.
Kurz darauf musste Ersatzcaptain Marc Reichert (Duca wurde wie Pedretti geschont) zweimal hintereinander in die Penalty Box. Die zweite Strafe nutzten die Russen zum Ausgleich. Doch auch die Biancoblu weiss ein gepflegtes Powerplay zu spielen. Claudio Zurkirchen lenkte einen Schuss von El Assaoui perfekt ab.

Zurkirchen? Genau! Der Bruder von Sandro wird seit dieser Woche getestet. Vorher war er fünf Wochen in einem Junior
Camp in Nordamerika. Das zweite Drittel war ereignisarm. Wobei vor allem den Spielern, die um einen Stammplatz
oder einen Vertrag kämpfen, ein paar gute Senen hatten. Den Leventinern gelang es ein paar Mal sich im offensiven Drittel
fest zu setzen, jedoch ohne zählbaren Erfolg.

Zu Beginn des Schlussabschnittes musste Julien Bonnet seinen Platz räumen. Er wurde wegen eines Checks mit Verletzungsfolge (Platzwunde) unter die Dusche geschickt. Kurz vor Ablauf der Fünfminuten-Strafe musste auch noch El Assaoui auf die Strafbank. Ambrí werte sich tapfer. Als Richard Park befreien wollte, wurde er überhart in die Bande gecheckt. Die Emotionen aus dem ersten Testspiel kamen wieder hoch. Kobach rächte sich. Es ging mit drei Blauen gegen vier Rote weiter. Und da fiel der erneute Ausgleich. Due Russen holten nun ihr hartes, aber faires Spiel hervor und zwangen die zum Teil müden Ambrí-Cracks zu Fehlern. Ein vermeintlich harmloser Angriff endete mit dem Siegtreffer für die Sibirier
vier Minuten vor dem Ende.
Ambrí warf nochmals alles nach vorne. Zwei Minuten durften sie sogar nochmals in Überzahl ran und nahmen Zurkirchen raus. Der Ausglich blieb aber aus.

Harte Trainings unter der Woche kosteten die nötigen Körner für den Schlussspurt. Etwas mehr Kaltblütigkeit zu Beginn des
Spiels hätte sicher geholfen. Es bleibt ja noch etwas Zeit, um daran zu feilen.

HCAP – Metallurg Novokuznetsk 2:3 (2:1, 0:0, 0:2)
Tore: 13. Elias Bianchi (Shorthanded) 1:0. 17. 1:1 PP. 20. (19:29) Claudio Zurkirchen (El Assaoui, Gautschi, PP) 2:1. 50. 2:2 (3 gegen 4). 56. 2:3.
Strafen: 6mal 2 Minuten plus 5 Minuten plus Spieldauer ( J. Bonnet) gegen Ambri-Piotta,
7mal 2 Minuten plus 10 Minuten gegen Novokuznetsk.
Ambri mit:
S. Zurkirchen; Chavaillaz, Kobach; Gautschi, El Assaoui; Noreau, Trunz; Grieder, Bonnet;
Sidler; Lhotak, Reichert, Steiner; C. Zurkirchen, Miéville, Pestoni; Giroux,
Park, Grassi; E. Bianchi, Schlagenhauf, Incir.
Es fehlten: Williams, Lüthi, I. Dotti (verletzt), Duca, Pedretti (geschont)

Für uns in Biasca dabei war: Gabriel Wey