HCAP bestätigt Vertrauen in Kossmann und das Team

Die erste Mannschaft des HCAP wird weiterhin vom Hans Kossmann trainiert. Der Verwaltungsrat sprach dem sportlichen Staff das Vertrauen aus, wird die Situation aber weiter beobachten. Wäre die notwendige Revolution zu gross?

Der Verwaltungsrat des HCAP hat anlässlich seiner heutigen ordentlichen Sitzung die sportliche Situation der ersten Mannschaft, unter Berücksichtigung der bisher unbefriedigenden Resultate, analysiert. 
Ohne die offensichtlichen Schwierigkeiten der jüngsten Niederlagenserie zu beschönigen, wurde die gestrige Aufhohljagd, welche schlussendlich zum Sieg führte, als positives Zeichen in Bezug auf Einheit und Kampfeswillen der Mannschaft bewertet.
Der Verwaltungsrat wird die weitere Entwicklung zusammen mit der sportlichen Direktion genaustens beobachten und spricht dem technischen Staff, welcher die Situation wieder in die Hand genommen hat, aus Überzeugung sein Vertrauen aus. Hans Kossmann wird demzufolge als Trainer bestätigt, Sportdirektor Ivano Zanatta, dessen Präsenz auf der Spielerbank als hilfreich angesehen wurde, steht hierzu weiterhin und solange es der sportliche Staff selber als nötig erachtet, zur Verfügung.
Nicht zuletzt dankt der Verwaltungsrat dem Publikum, welches in dieser schwierigen Zeit seine Nähe zu Mannschaft und Verein unter Beweis gestellt hat und bedauert, dass in den letzten Wochen Konfusionen durch zu viele Gerüchte entstanden sind, welche jedoch nicht durch den Verein verbreitet wurden.
(Quelle: HCAP)
Es kommt also nicht zur grossen Revolution in der Leventina. Wäre diese zu gross, damit der Klub sie verkraften könnte?
Verfolgt man die Tessiner Medien, tauchen immer wieder folgende Punkte auf, die nicht (nur) dem Trainer angelastet werden können:
– Fitness der Spieler: Diese soll im Vergleich zu früheren Jahren nicht mehr so gut sein. Aus verschiedenen Quellen hört man, dass die konditionelle Vorbereitung nicht optimal war. Dies wird aber nicht nur am Konditionstrainer liegen
– Verletzungspech: Vorallem die Schlüsselspieler (D’Agostini, Mäenpää, Hall, Guggisberg) können aufgrund der Kaderdichte nicht so einfach kompensiert werden.
– Transfers: Die Transfers des vergangenen Sommers weckten hohe Erwartungen bei den Fans. Diese wurden im Rahmen der Mannschaftspräsentation auch stark gepushed. Man sollte damals meinen, es handle sich um einen Meisterkandidaten. Auch die Vorsaison war sehr gut. Es ist aber nicht das erste Mal, dass die Realität in der Meisterschaft dann anders aussieht.
Es klemmt somit an allen Ecken und Enden. Nur den Trainer zu wechseln, würde somit zu wenig weit gehen und auch keine Garantie auf Erfolg bringen. Es gibt auch keine typischen Anzeichen, dass das Team gegen den Trainer spielt. Eine umfassende „Tabula rasa“ kann sich der HCAP finanziell nicht leisten.
„Es liegt nicht nur am Trainer“ hört man immer wieder. Diese Aussage dürfte dabei sehr viel Wahrheit enthalten.  Es müssen sich nun ALLE ihrer Verantwortung stellen und endlich ihren Job wieder mit dem notwendigen Herzblut und vor allem der notwendigen PROFESSIONALITÄT machen. Wenn JEDER bei sich anfängt und seinen Job besser macht, wird sich auch der Erfolg wieder einstellen.
Sportlich bietet sich am Montag Abend im Derby die nächste Chance. Dabei wird also Hans Kossmann wieder an der Bande stehen, Zanatta ihn allenfalls wieder unterstützen.
Nach dem Derby wird aber sicher etwas passieren im Tessin, entweder in Ambrì oder (hoffentlich) in Lugano.
Roland Jauch
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