Gelungene Aufholajgd und Einbruch an einem Wochenende

Gegen Bern sah es am Freitag lange nach einer klaren Niederlage aus. Dann kam die Wende unter der Führung von Julius Nättinen und dem 4:3 nach Penaltys. Im Derby lief das Spiel gerade umgekehrt. Dank grosser Effizienz und einem starken Ciaccio führte Ambrì nach 40 Minuten mit 2:0, kassierte im letzten Drittel aber vier Tore. 

Die angeschossenen Bären schienen in der Valascia ihre Krise beenden zu können. Nach 26 Minuten führte Bern scheinbar vorentscheidend mit 3:0. Dann passierte aber genau das was einem SCB noch vor wenigen Jahren kaum passiert wäre. Sie liessen den Gegner mit passivem Spiel zurück in die Partie. Dies ist ohne jeden Zweifel ein Zeichen des angeschlagenem Selbstvertrauens. Trisconi mit seinem ersten Saisontreffer brachte die Leventiner in der 34. Minute auf 1:3 heran. Er konnte eine herrenlose Scheibe vor dem Tor problemlos einschiessen. Nach der Pause kam der neuerliche grosse Auftritt von Julius Nättinen. Zuerst zog er nach gewonnenem Bully von Novotny ab und nur zwei Minuten danach glich er das Spiel zum 3:3 aus. Nach sieben Spielen hat er unglaubliche zehn Tore auf dem Konto und rangiert in der ligaweiten Skorerliste am Samstagabend auf Rang 3. Die Berner bettelten förmlich nach dem 3:4 und nahmen drei Strafen in den letzten Minuten. Nättinen hatte den Matchpuck auf dem Stock, musste sich aber kurz vor Schluss Philipp Wüthrich nach einer Glanzparade geschlagen geben. Statt drei wurden es am Ende immerhin zwei Punkte. Novotny, Flynn und Zwerger konnten alle ihre Penaltys versenken. Saisonübergreifend ist es der erste Sieg der Biancoblù in einem Penaltyschiessen nach fünf verlorenen Shootouts.

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Novotny und seine Teamkollegen müssen sich auch im zweiten Derby geschlagen geben. (Archivbild vom 2.10.20)

Bereits am Samstagabend um 18 Uhr stand das zweite Derby der Saison an. Im ersten konnte Ambrì gegen Lugano kein Tor erzielen. Dies änderte sich nach 27 Minuten und der Führung durch Diego Kostner. Auch für ihn war es die Saison-Torpremiere. In der 33. Minute erzielte auch Dominic Zwerger im Powerplay sein erstes Saisontor und stellte auf 2:0. Von einer gestohlenen Führung zu sprechen, wäre etwas hart, aber wirklich verdient war sie auch nicht. Egal, Tore für die eigene Mannschaft nimmt man immer. Lugano drückte immer vehementer. Auch wegen einem irregulär aberkannten Tor Luganos fiel im zweiten Drittel kein Tor mehr. Hauptgrund war aber Damiano Ciaccio, der ein riesen Spiel zeigte. Trotz drei Gegentoren (das vierte war ein Empty-Netter) kommt er auf eine Fangquote von 94.6%. Das Schussverhältnis lag am Ende bei 57:22 für die Luganesi. Die 2:0-Führung nach dem zweiten Drittel war dünn und man musste fast befürchten, dass dies nicht reicht. Das strenge Spiel gegen Bern, die vielen Ausfälle Ambrìs und die Offensivpower Luganos sprachen alle gegen die Gäste. Nach einem Foul am Freitag fehlte Zaccheo Dotti gesperrt und Stanislav Horansky spielte verletzt nicht. Immerhin kehrten Pinana und Rohrbach zurück. Bi1s zur 49. Minute glich Lugano durch Wolf und Morini aus. Dann musste wegen einem Bandencheck auch noch Cédric Hächler raus. Das Unheil kam so, wie man es befürchten musste. Suri und Carr ins leere Tor stellten den 4:2-Sieg für Lugano sicher. Nach diesem Spielverlauf zweifellos schade ohne Punkte dazustehen…auch wenn sie am Ende gestohlen gewesen wären.

Bericht: Fabiano Wey

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