Ein Sieg, zwei Tore, drei Punkte und 208 Strafminuten – in der Valascia war die Hölle los

Der HCAP gewinnt dank Toren von Dominic Zwerger und Johnny Kneubuehler gegen Genf-Servette mit 2:0. Im dritten Saisonduell gegen die Calvinstädter ist es der dritte Sieg.

Auf die schmerzliche Niederlage vom letzten Samstag gegen die Lakers musste der HCAP eine Reaktion zeigen. So wie in den letzten Spielen gelang es Ambrì bei ihrem Reaktionsspiel auch am Dienstagabend einen Sieg einzufahren. Die Leventiner gewinnen ein strafenreiches Spiel mit 2:0.

Das Spiel startet ausgeglichen und blieb bis in der 5. Minute ein Hin und Her bis der HCAP die erste Strafe für zu viele Spieler auf dem Eis absitzen musste. Die Gäste zeigten ihr erstes Powerplay, aber kamen lediglich zu einigen Chancen. Zehn Minuten später mussten die Gäste erstmalig in die Kühlbox. Nach einem bösen Check gegen Noele Trisconi wurde der Genfer Henrik Tömmernes mit einer fünf Minuten Strafe bestraft. Für ihn war die Partie somit beendet, sowie für Trisconi, welcher das Eis verletzt verliess und nicht mehr zurückkehrte.

Noele Trisconi muss nach dem Check auf dem Eis gepflegt werden.

Ambrì zeigte ein schwaches Überzahlspiel und erhielt kurz vor der Pause eine weitere Strafe. Insgesamt sprachen die Unparteiischen im ersten Drittel 29 Strafminuten aus, was sich aber in den anderen beiden Abschnitten noch um einiges steigerte. Die Pause nützte der HCAP entsprechend und startete gleich mit einer Druckphase zurück ins Spiel. Der Genfer Michael Völlmin lenkte den Schuss von Dominic Zwerger unglücklich ab und schenkte Ambrì den ersten Treffer. Auf diesen Treffer folgte eine Strafe nach der anderen, was die beiden Teams jedoch nicht ausnutzen konnten. Doch die Leventiner waren im Mitteldrittel mit 19 zu 9 Schüssen (davon ein Tor) die dominantere Mannschaft.

Business as usual startete das dritte Drittel wieder mit Strafen. Dieses Mal sassen die Gäste in der Kühlbox und liessen die Leventiner Powerplay spielen. Auch dieses Powerplay lief für Ambrì nicht nach Wunsch. Nach Ablauf des Überzahlspiels funktionierte es um einiges besser. Cedric Hächler schoss mit einem Weitschuss direkt auf das gegnerische Tor, wo Johnny Kneubuehler nur noch seinen Stock entsprechend hinhalten musste und zum 2:0 erhöhte. Kneubuehler zeigte eine starke Partie und fiel mit seinen guten Chancen mehrmals auf. Nach mehreren Partien in denen er zuschauen musste, stellte ihn Cereda wieder auf.

Ambrì feiert das 2:0 von Johnny Kneubuehler.

Die Genfer versuchten trotz Boxplay den Anschlusstreffer zu erzielen und nahmen kurz vor Schluss den Torhüter Gauthier Descloux vom Eis, um mit fünf gegen fünf zu spielen. Der Anschlusstreffer gelang den Gästen nicht mehr, was sie nach Spielende noch mehr frustete. Die Genfer provozierten und gingen unnötiger Weise auf die Leventiner los. Das Ende artete in einer Massenschlägerei aus. Das Schiedsrichter-Duo, Marc Wiegand und Anssi Salonen, welche schon während dem ganzen Spiel streng durchgriffen, sprachen nach Spielende insgesamt 153 Strafminuten aus – darunter 4×20′ gegen die Genfer.

Die Genfer verloren nach dem Spiel die Nerven.

Von der Verletztenfront Ambrìs gibt es noch die News, dass Benjamin Conz kurz vor einem Comeback steht. Er dürfte nächste Woche wieder zum Einsatz kommen. Bei Matt D’Agostini werden diese Woche Untersuchungen gemacht, um bestimmen zu können wann er wieder eingesetzt werden kann.

Am Freitag begrüsst Ambrì den HC Davos in der Valascia. Es ist zu hoffen, dass die Leventiner nachdoppeln und die Strafen geringhalten.

Tore
24:25 1:0 Dominic Zwerger (Nättinen, Müller)
50:19 2:0 Johnny Kneubuehler (Hächler)

Strafen: Ambrì: 10 x 2’ | 2 x 5‘ | 2 x 20‘; Genf: 9 x 2‘ | 4 x 5‘ | 5 x 20‘

Bericht und Fotos: Soraya Sägesser

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