Dezimiertes Ambrì nahe am Sieg gegen EVZ

Bis 31 Sekunden vor Schluss kann Ambrì auf 3 Punkte gegen Zug hoffen. Am Ende ist es  nach einer 2:3-Niederlage in der Verlängerung „nur“ ein Punkt.

Die Aufstellung sagte alles über die aktuelle Personalnot beim HCAP aus. Mit Michael Pastori, der zu seinem Debüt in der National League kam, stellte Cereda sieben Verteidiger auf. Zaccheo Dotti fehlte verletzt, Fora war nach seinem Ausraster gesperrt, darf aber gegen Lugano wieder spielen, und Pezzullo ist mit der U20 an der WM in Edmonton. Im Sturm fehlte der Verletzte Bianchi, Langzeitverletzter D’Agostini und Nättinen, der mit Finnland am Channel One Cup spielt, aber am Mittwoch natürlich wieder zurück ist. Damiano Ciaccio hütete, trotz seiner Auswechslung am Dienstag, das Tor. In Abwesenheit von Bianchi und Fora war Grassi Captain.

Grassi führte das Team als Captain.

Grassi führte das Team als Captain.

Die Ausgangslage auf Punkte war nicht gerade rosig und verdüsterte sich in der 11. Minute, als man Diaz nach einem Bully zu viel Platz liess und er zu seinem zweiten Saisontor einschob. Zwei Minuten später kam Ambrì zu einem Powerplay. Da sah Zwerger den am Pfosten freistehenden Tobias Fohrler. Der Deutsche traf Backhand zum Ausgleich. Es war sein zweites Tor im Trikot des HCAP. Das erste erzielte er am 17. Dezember 2019 beim 7:2 gegen Lugano. Vor der Pause kam es noch besser und wieder war es ein Verteidiger. Isacco Dotti schoss nach einem Chaos vor dem Zuger Tor kurz vor der ersten Sirene zur Führung ein. Für Dotti war es im fünften Saisonspiel das zweite Tor und das dritte überhaupt in der National League.

Fohrler lässt sich nach seinem ersten Saisontor feiern.

Fohrler lässt sich nach seinem ersten Saisontor feiern.

Diese Führung hielt sehr lange. Je länger das Spiel ging, desto mehr drückte Zug auf den Ausgleich, aber sie wurden meist geschickt vom Slot fern gehalten. Dazu lieferte Ciaccio ein starkes Spiel ab. Beim Ausgleich wenige Sekunden vor Ende musste er aber die Scheibe durch die Beine passieren lassen und sah nicht optimal aus. In der Overtime hatte Brian Flynn zwei Chancen, die er in anderen Saisons wohl verwertet hätte. Er tat es nicht. Dafür beendete Sven Senteler auf der Gegenseite das Spiel. Nach dem Ausgleich erzielte er auch noch den Siegtreffer.

So wie es am Ende gelaufen ist, wären definitiv mehr Punkte möglich gewesen. Mit dieser Ausgangslage ist aber jeder Punkt willkommen. Vor Weihnachten geht es am Mittwoch noch ins Derby nach Lugano. Sicherlich Fora und Nättinen werden zurück sein, was von unschätzbaren Wert sein wird.

Bericht: Fabiano  Wey; Fotos: Soraya Sägesser

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