Dank Sieg gegen Zug wieder auf einem Playoff-Platz

Der HC Ambrì-Piotta gewinnt knappt mit 3:2  gegen den EV Zug. Cory Emmerton erzielt den entscheidenden Treffer in der Verlängerung. Dank den zwei Punkten liegt der HCAP wieder auf einem Playoffplatz.Nach vier Niederlagen in Serie, davon zwei gegen den EV Zug, findet der HCAP wieder zu seinem Hockey und gewinnt das bereits dritte Gotthardderby im Jahr 2016 mit 3:2 nach Verlängerung.

Ungenügendes Powerplay

Das erste Drittel war geprägt von Strafen gegen den EVZ. Gleich viermal musste ein Kolinstädter auf die Strafbank. es waren dies die Powerplaysituationen 17 bis 20 die der HCAP gegen diesen Gegner spielen konnte. Wie in 15 der 16 vorangegangenen Überzahlspielen gelang dem HCAP aber kein Treffer. Damit liegt die Ausbeute bei gerade mal einem Törchen aus 20 Überzahlspielen oder mickrigen 5%.

Besser sehen hier die Werte des EV Zug aus. Nachdem die Zuger in der 31. Minute durch Lino Martschini mit 1:0 in Führung gingen, nutzte Sondell die Strafe gegen Jesse Zgraggen zum zweiten Treffer. Die Zuger nutzen eines der beiden Powerplays des Abend. Und insgesamt 7 der 15 Powerplaysituationen in den bisherigen Begegnungen (46.6%!).

Die kurze Antwort von Sportchef Ivano Zanatta auf die Frage, was mit dem Powerplay des HCAP los sei: „Wir haben derzeit kein Powerplay!“.  Er wissen auch nicht, warum die Spieler nicht mehr Schüsse aufs Tor abfeuern, auf Abpraller hoffen oder wieder passen und schiessen. Hier hat Trainer Hans Kossmann noch einiges an Detailarbeit vor sich mit dem Team.

Aufholjagd im Schlussdrittel

Ambrì nahm sich vor, sein Spiel zu spielen, egal wie der Match verlaufe. Liess man sich in den letzten Spielen durch die Rückstände aus dem Konzept bringen, gelang es diesmal. Der 0:2 Rückstand wurde im letzten Drittel ausgeglichen. Oliver Kamber erzielte bereits nach 1:07 den Anschlusstreffer. Elias Bianchi bedient ihn von hinter der Grundlinie und Kamber konnte so ohne grosse Probleme sein zweites Saisontor erzielen.

In der 50. Minuten konnten Cory Emmerton und Lukas Lhotak einen Konter einleiten. Der Kanadier passt zum gebürtigen Tschechen mit Schweizer Lizenz, der nur noch seinen Stock hinhalten muss. 2:2 in der eiskalten Valascia wird es den offiziell gemeldeten 3772 Zuschauern wieder warm ums Herz. Es ist dies bereits das 11. Saisontor für Lhotak.

Ausländer erlösen die Tifosi

Der HCAP schafft es nicht, noch in der regulären Spielzeit den Siegtreffer zu erzielen. Dass es somit zur Verlängerung kommt ist aber auch der fehlenden Konsequenz des EVZ zu verdanken, wie es ihr Trainer Harold Kreis nach dem Spiel sagt: „Wir hätte das Spiel nach der 2:0 Führung nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Wir wissen, dass Ambrì eine Mannschaft ist, die sich zurückkämpfen kann. Wir waren viel zu wenig konsequent.“

Den in letzter Zeit viel gescholtenen Ausländern war es vorbehalten, die Tifosi von ihrem Leiden zu befreien. Nachdem Giroux in der 64. Minute zuerst an Stephan gescheitert war, kam der Puck via Mikko Mäenpää zu Cory Emmerton, der das erlösende Siegestor erzielen konnte. Nach vier Niederlagen in Serie, endlich wieder einmal die La Montanara.

die neuen Ausländer: Cory Emmerton und Mikko Mäenpää  (Foto: R. Jauch)

Gemeinsam zum Erfolg. Cory Emmerton (links) und Mikko Mäenpää
(Foto: R. Jauch)

„Es ist damit sicher nicht nur den Fans ein Stein vom Herzen gefallen“ sagte uns Oliver Kamber nach dem Spiel. „Es war wichtig, dass wir nach den letzten Spielen eine Reaktion zeigen konnten.“. Es wären sogar drei Punkte möglich gewesen, wenn sie die Chancen besser genutzt hätten, insbesondere die Powerplays.

„Die Kanadier sind müde“

Dass ausgerechnet Cory Emmerton den entscheidenden Treffer erzielt hat, dürfte sicher auch Ivano Zanatta freuen. „Der Spengler Cup war kräfteraubend für Emmerton und Giroux. Sie sind im Moment recht müde.“ Zanatta machte auch keinen Hehl daraus, dass er nicht nur glücklich war, dass die beiden für das Team Canada aufgeboten wurden. „Immerhin skatet Emmerton heute Abend sehr gut und viel“ hat Zanatta uns in der zweiten Pause noch gesagt.

Am Wochenende gegen Genf und Langnau

Lange Zeit zum Erholen werden die Spieler nicht haben. Am Freitag geht es nach Genf und am Samstag kommen die SCL Tigers in die Valascia. Will man den Playoffplatz verteidigen ist es Pflicht Punkte zu sammeln.

Roland Jauch


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