Dank harter Arbeit zum ersten Sieg.

Der HCAP gewinnt das erste Spiel der Playoutserie gegen den EHC Kloten in der Valascia mit 4:0. Eliot Berthon war bereits wieder mit von der Partie. Für Klotens Hollenstein hat ein Stockschlag gegen Kostner Konsequenzen.

20180327_HCAP_EHCK-5649

Conz hielt seinen Kasten rein, zur Not im Spagat

Gespannt erwarteten die 4322 Zuschauer das erste Duell der beiden Teams. Gleich von Beginn an ging es richtig zur Sache. Nach nur 41 Sekunden musste mit Klotens Hollenstein der erste Spieler auf die Strafbank. Die erste Chance für Ambrìs Powerplay Formationen. Die Special Teams dürften in dieser Serie eine bedeutende Rolle spielen. Gelegenheiten dazu gab es dann im Verlauf des Spieles einige. Eine davon konnte Cory Emmerton zum wichtigen 1:0 Führungstreffer (7′) nutzen. Ebenfalls erfolgreich war auch das blauweisse Boxplay, das an diesem Abend keinen Gegentreffer zuliess. Grossen Vedienst am Sieg hatte auch Benjamin Conz, der seinen dritten Saison Shutout realisieren konnte.

Dank richtiger Einstellung zum Sieg
Luca Cereda und Paolo Duca sprachen im Hinblick auf die Serie immer wieder davon, dass die Resultate die Ergebnisse der Einstellung und des Einsatzes der Teams seien. Ambrì zeigte an diesem Abend die richtige Einstellung. War von Anfang an bereit und zeigte während dem Spiel keine Durchhänger, wie wir sie aus anderen Spielen kennen. Das Team arbeitete viel, war physisch präsent und versuchte den Puck mit allen Mitteln ins Tor zu bringen. Dominic Zwerger gelang dies mit seinem Abstauber zum 2:0 (30′).

Christian Pinana freut sich über seinen ersten NL Treffer

Christian Pinana freut sich über seinen ersten NL Treffer

Pinanas erster NL Treffer
Die Leventiner versuchte auch immer wieder ihr Rezept, den Puck aufs Tor zu bringen. Dies machte auch Christian Pinanan mit einem verdeckt abgegebenen Handgelenkschuss von der blauen Linie. Dieser fand den Weg durch Freund und Feind ins entfernte hohe Eck zum 3:0.  Es war Pinanas erster Treffer in der National League.

Das Skore beendete Noele Trisconi mit einem Emtpy Netter zum 4:0. Der kleine flinke Stürmer fiel nicht nur spielerisch auf, sondern auch mit seinem Körpereinsatz. Dabei scheute er sich auch nicht vor Spielern, die einen Kopf grösser sind als er.

Ging dahin wo es weh tut, ganz unten liegt Eliot Berthon

Ging dahin wo es weh tut, ganz unten liegt Eliot Berthon

Eliot Berthon der Kämpfer
Wir erinnern uns an die Szene vom letzten Spiel in Kloten. Eliot Berthon wurde unglücklich von einem Stock im Gesicht getroffen und musste stark blutend und mit mehreren verlorenen Zähnen vom Eis geführt werden. Der Arzt hatte viel Arbeit und müsste die stark zerrissene Lippe wieder zusammennähen. Mit Vollvisier stand er aber bereits wieder auf dem Feld. Unerschrocken ging er jeweils ins Getümmel vor den Toren und scheute auch keine Fights.

Das Resultat kann täuschen
Der 4:0 Sieg sieht auf dem Papier nach einer klaren Dominanz des HCAP aus. So klar war diese aber nicht. Kloten hatte mehrere sehr gute Chancen. Benjamin Conz musste mehrmals in Extremis im 1 gegen 1 retten. Kevin Schläpfer trauerte dann nach dem Spiel auch der schlechten Chancenauswertung nach. Zudem müsse sein Team künftig noch mehr und härter arbeiten, was Ambrì an diesem Abend gemacht habe und so auch kontinuierlich zu seinen Toren gekommen sei. Ein Tor der Flughafenstädter hätte der Partie die Wende bringen können.

BannerGazzetta_logoneu

Spielsperre gegen Denis Hollenstein
In der 55. Minute ein Stockschlag von TopSkorer Dennis Hollenstein gegen das Handgelenk von Diego Kostner. Die Schiedsrichter auf dem Feld ahndeten diesen nicht. Anders der Einzelrichter, der auf Antrag vom Players Safty Officer Hollenstein mit einer Spielsperre und 2’500 Franken Busse belegte. Damit wäre Hollenstein für das nächste Spiel morgen Donnerstag in Kloten gesperrt. Der EHC Kloten hat gegen dieses Urteil Rekurs eingelegt. Kostner konnte das Spiel zu Ende spielen.

Alle Vorteile auf Seite des HCAP für Spiel 2
Die Leventiner konnten das wichtige erste Spiel für sich entscheiden und den Heimvorteil ausnutzen. Mit diesem Pölsterchen reisen sie nun nach Kloten. Die Moral und die Einstellung im Team stimmen. Damit hat der HCAP auch den psychologischen Vorteil auf seiner Seite. Spiel 1 zeigte aber, dass der sportliche Unterschied der beiden Teams nicht gross ist. Es wird für den HCAP wieder wichtig sein, gleich von Beginn an sein Spiel spielen zu können und sich nicht aus dem Konzept bringen zu lassen.

Tutti alla Valascia
Enttäuschend war beim ersten Spiel die Zuschauerzahl. Nur 4322 Zuschauer für eine Serie, in der es um das sportliche Überleben geht. Darum am Samstag für Spiel 3  TUTTI ALLA VALASCIA!! Es könnte das letzte Saisonheimspiel sein…

Interview mit Jesse Zgraggen

Bericht/Fotos: Roland Jauch

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *