Besonders schmerzhafte Niederlage gegen die Tigers

 

Trotz zweimaliger Führung verliert der HCAP gegen die SCL Tigers mit 4:3. Die Leventiner hatten es in der Hand, das Spiel für sich zu entscheiden. Scheiterten aber am eigenen Unvermögen und auch mit Pech.

Dario Rohrbach brachte mit zwei Toren sein Team 2:1 in Führung

Dario Rohrbach brachte mit zwei Toren sein Team 2:1 in Führung

Schafft es Ambrì endlich, an einem Wochenende zweimal zu gewinnen? Getreu dem Motto never Change a winning Team, nahm Cereda gegenüber dem Spiel vom Vortag nur eine kleine Veränderung vor. Christian Pinana spielte an Stelle von Elia Mazzolini. Damit kam Benjamin Conz zum ersten Mal nach seiner Rückkehr zu zwei Einsätzen von Beginn an. Damit festigte Cereda die Defensive.

Ambrì zeigte aber gleich zu Beginn, dass sie nicht bloss verteidigen wollen. In der ersten Minute brachten Goi, Fora und D’Agostini die ersten drei Schüsse in Richtung Punnenovs. Danach kamen die Gastgeber besser in Spiel und konnte in der 16. Minute in Führung gehen.

Auch im zweiten Drittel hatten die Biancoblu die ersten Topchancen. Gleich vier Schüsse gaben sie gegen das Gehäuse der Tigers ab. Wieder ohne Erfolg. In der 27. Minute bediente Müller den im Slot stehenden Rohrbach. Dieser versenkte den Puck mit einer Direktabnahme zum 1:1. Knapp acht Minuten später jubelte Rohrbach wieder. Im Powerplay lenkte er einen Schuss von Fora zur Führung ab.

Waren bis Ende des Mittel Drittels relativ wenig Emotionen im Spiel entluden diese sich 30 Sekunden vor Ende vom Mitteldrittel. Zuerst wurde Fischer ungeahndet gegen die Bande gecheckt. Die Tigers blieben im Puckbesitz und erzielten den 2:2 Ausgleich. Conz reklamierte wild eine Behinderung. Flynn und Glauser lieferten sich einen Fight. Upshall und DiDomenico tauschten auf dem Feld und dann auch auf der Strafbank noch einige Gesten und Worte aus. Die Schiedsrichter behielten in dieser Szene den Überblick, verhängten die notwendigen Strafminuten und schauten die Torszene nochmals im Video an. Ohne aber eine Behinderung zu erkennen. Damit war für das letzte Drittel wieder alles offen.

Pascal Berger erzielt im Powerplay den entscheidenden Treffer

Pascal Berger erzielt im Powerplay den entscheidenden Treffer

Und das letzte Drittel hatte es in sich. Flynn erzielte im Powerplay den Führungstreffer. Eine knappe halbe Minute später, war das Spiel wieder ausgeglichen. Ein sehr unglückliches Tor gegen die Leventiner. Maxwell brachte tief aus der Ecke den Puck Richtung Tor. Jannik Fischer lenkte diesen so unglücklich ab, dass er an Conz vorbei ins Tor rutschte. Die Freude in der ausverkauften Ilfis Halle war gewaltig. Die Freude wich dann aber gewältigem Ärger. Ausläser war eine Strafe gegen die Tigers. Ein Teamoffizieller beklagte sich derart, dass dieser eine Bankstrafe kassierte. Ambri konnte damit zwei Minuten in doppelter Überzahl spielen. Trotz guter Chancen schaute nichts zählbares heraus. Wenig später dann eine (Kompensations?)Strafe gegen Ambrì. Und diesmal bezwangen die Tigers das beste Boxplay der Liga zum gamewinning 4:3.

Ambrì kassierte damit einmal mehr in den letzten Minuten eine Niederlage. Eine Niederlage die besonders schmerzt, wie auch Luca Cereda bestätigte. «Wir haben es wieder verpasst, das Spiel zu gewinnen. Wir haben nun ein Dutzend Spiele mit einem Tor Unterschied.  verloren.» Woran es liegt, dass diese Spiele verloren gehen konnte er nicht genau sagen. «Vielleicht haben wir «Angst» zu gewinnen und spielen dann zu verkrampft».

Mit dieser Niederlage rutschen die Leventiner wieder ans Ende der Tabelle. Sie haben nun aber eine Woche Zeit, sich aufs nächste Spiel vorzubereiten.

Interview mit Doppeltorschütze Dario Rohrbach

Berich/Fotos: Roland Jauch

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