Auf und Ab des HCAP geht weiter

Nicht viele Teams konnten vergangenes Wochenende zwei Spiele absolvieren. Der HCAP konnte es und zeigt erneut zwei Gesichter. In Rapperswil verloren sie am Freitag mit 1:4. Das Samstagsspiel in der Valascia lief für Ambrì einiges besser und konnte mit 2:1 gewonnen werden. Es ist der zweite Sieg der Saison gegen die Genfer. 

Der Auftritt am Freitagabend war wenig inspirierend. Rapperswil führt nach 28 Minuten mit 3:0. Daraufhin nimmt Cereda das Time-Out und wechselt den Goalie von Ciaccio zu Conz. Der grosse erhoffte Ruck bleibt aus. Zwar bringt Nättinen die Biancoblù auf 1:3 heran, aber die Aufholjagd bleibt aus. Die Lakers führen vor der zweiten Pause mit 4:1, was schlussendlich auch der Endstand ist. So ging auch das zweite Spiel gegen Rapperswil verloren. In zwei Spielen gegen die Rosenstädter lautet das niederschmetternde Torverhältnis 2:9.

Die Squadra war tags darauf gegen Genf nicht favorisiert, brannte aber auf Wiedergutmachung. Sie verstehen es von Beginn an das Spiel der Genfer zu zerstören und lassen wenig zu. Die Folge sind viele Unterbrüche und eine riesige Strafenflut. Kurz vor der ersten Pause schliesst Michael Fora eine Passkombination ab und erwischt Daniel Manzato, bei dessen Rückkehr in die Valascia, in der nahen Ecke. Der in Absenz von Bianchi weiter das Captainamt tragende Fora steht bei drei Toren und sieben Skorerpunkten. Damit ist er bei den Leventinern der viertbeste Skorer. Für Ambrì ist es zum vierten Mal in der Saison, dass sie das erste Tor erzielen können. Dieses Tor bringt die Genfer derart aus der Fassung, dass Henrik Tömmernes sich nach der ersten Sirene zu einem Check gegen den Kopf von Noele Trisconi hinreissen lässt. Der Topverteidiger kassiert eine fünfminütige- plus Spieldauerdisziplinarstrafe. Für Opfer Trisconi geht die Partie weiter.

Michael Fora bringt Ambrì mit einem satten Schuss in Führung.

Michael Fora bringt Ambrì mit einem satten Schuss in Führung.

Trotz Topchancen durch Johnny Kneubühler kann Ambrì die lange Überzahl nicht ausnützen. Genf nimmt aber weitere Strafen am Laufmeter und bringen sich so immer wieder in die Bredouille. In der 31. Minute steht der bis dato gut gedeckte Julius Nättinen frei und zieht trotz eines nicht perfekten Passes aus seiner Lieblingsposition ab – 2:0. Mit dem 12. Tor im zehnten Spiel führt er eine unglaubliche Torserie weiter. Neben dem Assist beim ersten Tor steht er nun bei 1.40 Skorerpunkten pro Spiel. Das ist der drittbeste Wert der Liga. Anders als im Derby vor einer Woche bringt Ambrì die Führung über die Zeit, auch wenn es bis dahin noch eine grosse Zitterpartie wird. Früh im dritten Drittel muss Benjamin Conz verletzt ausgewechselt werden. Nur wenige Tage nach der Rückkehr nach einem positiven Coronatest verletzt er sich ohne gegnerische Einwirkung am rechten Bein. Eine genaue Diagnose steht noch aus. Sein Ersatz Damiano Ciaccio muss sich nach nur 20 Sekunden geschlagen geben. Dank grossartigen Paraden sichert er aber in der Folge seinem Team der dritte Vollerfolg der Saison.
Kommende Woche steht am Freitag nur das Spiel gegen die SCL Tigers an.

Nättinen lässt sich nach dem 2:0 feiern.

Nättinen lässt sich nach dem 2:0 feiern.

Spieltelegramme:

SC Rapperswil Jona Lakers – HC Ambrì-Piotta 4:1
Tore
13:10 1:0 Roman Cervenka (Clark, Egli)
28:12 2:0 Dominik Egli (Cervenka, Clark)
28:57 3:0 Roman Cervenka (Clark, Egli)
35:25 3:1 Julius Nättinen (Flynn, Fora)
37:11 4:1 Andrew Rowe (Moses)

Strafen: Rapperswil: 7 x 2’ / Ambrì: 5 x 2’

HC Ambrì-Piotta – Genève Servette HC 2:1
Tore
19:40 1:0 Michael Fora (Nättinen, Grassi)
30:17 2:0 Julius Nättinen (Fora, Zwerger)
44:32 2:1 Roger Karrer (Omark, Fehr)

Strafen: Ambrì: 7 x 2’  1 x 10’ / Genf: 6 x 2’  1 x 5′  1 x 20’

Bericht und Fotos: Soraya Sägesser

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