Ambri verspielt ersten Ligapuck

Der HC Ambri-Piotta verliert das fünfte Spiel der Playout Serie gegen die Rapperswil Jona Lakers mit 3:4 nach Verlängerung. Damit verpassen die Leventiner die erste Chance, den Ligaerhalt zu sichern.

Ambri hat sich für dieses Spiel viel vorgenommen und wirft von der ersten Minute an alles nach vorne. Oft wirken die Biancoblu dabei aber übermotiviert und vergessen sich nach hinten abzusichern. Dies ermöglicht den Lakern diverse Konterchancen.

Ende der vierten Minute muss Johansson für einen Crosscheck auf die Strafbank. Die Chance für die Hausherren, um in Führung zu gehen. Es sind aber die Lakers die zu einer 2-gegen-1 Situation kommen. Rizello hat keine Problem das Zuspiel von Hürlimann zu verwerten.

Die Lakers sind weiterhin sehr aggressiv. Vor allem die Schweden fallen durch ihre harte Spieleweise auf. In der 12. Minute muss Fransson für einen (von vielen) Stockschlägen auf die Strafbank. Ambri kann sein Powerplay aufziehen und Daniel Steiner erzielt auf Pass von Dostoinov den verdienten Ausgleich.

Wie geladen das Spiel ist, zeigt sich in einer Szene zwischen Fransson und Lauper. Lauper wirft die Handschuhe weg und möchte so einen harten Fight provozieren und wohl auch Fransson aus dem Spiel zu nehmen. Fransson gewinnt das Strafenduell indem er nur 2 Minuten für übertriebene Härte kassiert, Lauper dagegen mit 2+2+10 bestraft wird.

Ambri im Mitteldrittel konzeptlos

Das Mitteldrittel wurde vorwiegend von den St.Gallern bestimmt. Ambri wirkte oft konzeptlos und es war dem Unvermögen der Lakers und Sandro Zurkirchen zu verdanken, dass es nach 40 Minuten nur 2:2 stand.

Chavaillaz konnte zwar bereits nach 58 Sekunden im Powerplay das zwischenzeitliche 2:1 erzielen, das blieb aber einer der wenigen Glanzpunkte in Ambris Spiel.

In der 29 Minute zappelte der Puck im Netz hinter Zurkirchen. Ambri reklamierte und die Schiris schauten sich die Szene lange am Video an. Ihr Entscheid: „no goal“ wegen Torhüterbehinderung.

Knapp nach Spielhälfte kassierte Steiner eine Strafe wegen Beinstellen. Schlagenhauf bringt den Puck nicht raus und Kuonen schleicht sich alleine vor Zurkirchen, wo er einen Schuss von Profico ins Tor lenkt.

Schlagenhauf trifft endlich wieder einmal

Auch das dritte Drittel beginnt mit einem schnellen Treffer. Diesmal ist es Rappi. Der unsicher agierende Zurkirchen kann einen Puck nicht blockieren und Obrist stochert ihn über die Linie.

Eigentlich sollte nun eine Reaktion der Biancoblu erfolgen. Doch es sind die Lakers, die weiter aggressiv nach vorne Spielen, an ihre (letzte) Chance glauben und immer wieder scheitern.

In der 48. Minute sind es aber die Ambri Fans die jubeln. Alexei Dostoinov, der einen sehr gute Partie zeigt, bedient Schlagenhauf, der seine laaaaaange Torflaute beendet und zum 3:3 einnetzt.

Dostoinov selber könnte sein Team in der 58. Minute in Führung bringen. Sein Schuss prallt aber am Pfosten ab.

Zum Ende des Drittels gibts dann noch ein paar unschöne Szenen. Zuerst wird Giroux von Danielsson hart gecheckt – ungeahndet. Kurz darauf rächt sich Ambris Topskorer mit einem Stockschlag von hinten in die Beine von Danielsson – ebenfalls ungeahndet. Diese Szene dürfte aber noch über den Bildschirm des Einzelrichters flimmern.

Einmal mehr Verlängerung

Es war das gefühlte hundertste Mal, dass der HCAP in der heimischen Valascia in die Verlängerung musste. Im Gegensatz zu  Spiel 3 hatten aber diesmal die Lakers das bessere Ende für sich und entschieden die Partie mit einem satten Schuss von der blauen Linie für sich.

Am Samstag wieder in Rapperswil

Trotz der Niederlage führt der HCAP in der Serie mit 3:2 und kann am Samstag in der Diners Club Arena alles klar machen.

Rapperswil wird sicher wieder auf die gleichen Trümpfe setzen; Schnelles und hartes Spiel. Der HCAP muss sich wieder auf seine Stärken besinnen und insbesondere in der eigenen Zone konsequenter agieren.

Interview mit Jesse Zgraggen