Ambri steht in den Playoffs 18/19!

Trotz einer 1:3 Niederlage in Zug steht Ambri-Piotta zum ersten Mal seit fünf Jahren in den Playoffs. Matt D’Agostini erzielte in Unterzahl den einzigen Treffer der Tessiner. Am Montag kann man sich in der Valascia mindestens den sechsten Platz sichern.Ambri startete besser in die Partie und erhielt nach wenigen Minuten die Chance, über 90 Sekunden mit zwei Mann mehr auf dem Feld in Führung zu gehen. Das Powerplay sah zwar nicht schlecht aus, doch für das Tor war es zu wenig zwingend. Zug fand je länger je besser ins Spiel. Nachdem sich Michael Ngoy und Garrett Roe in die Haare gekriegt hatten, bekam Ambris normalerweise verlässlichster Bullyspieler, Jiri Novotny, eine Strafe wegen unkorrekten Anspiels, welche zu einer 4 gegen 3 Situation für den Tabellenzweiten führte. Auf was der Linienrichter dabei genau gewartet hatte, erscheint mir immer noch fraglich. Doch es kam wie es kommen musste und Lino Martschini schoss die Scheibe nach wenigen Sekunden und einem öffnenden Querpass an Daniel Manzato vorbei. Danach war es Zug, das die Führung ausbauen wollte, jedoch parierte unsere vermeintliche Nummer 2 grandios zweimal.

Erstaunlicherweise stand zu Beginn des zweiten Drittels nicht mehr Manzato im Tor, sondern Benjamin Conz. Weshalb ist nicht bekannt. Ambri hielt auch im Mittelabschnitt wieder besser gegen den Tabellenzweiten dagegen, doch Novotny handelte sich erneut eine Strafe ein. Während der ersten sass er allerdings nicht auf der Strafbank, da es sich bei einer Bullystrafe (unverständlicherweise) um eine Teamstrafe handelte. Diesmal würde aber wirklich er in die Kühlbox geschickt.

Trotz numerischer Unterzahl stand dann plötzlich Matt D’Agostini alleine vor Tobias Stephan. Dabei handelte es sich nicht etwa um ein Replay vom 3:6 Sieg der vergangenen Woche, sondern tatsächlich um den 1:1 Ausgleich: der dritte Shorthander innerhalb von zwei Wochen gegen Zug! Die Freude war aber von kurzer Dauer, denn Dennis Everberg brachte die Zuger noch in derselben Überzahlsituation in Führung.

Das Spiel blieb zwar hart umkämpft, doch Zug musste nicht mehr und Ambri zu unterstellen, sie wollten nicht, wäre also ziemlich ungerechtfertigt. Das gestrige Spiel hatte aber ohne Frage viel Energie gekostet. Es kam zu wenigen nennenswerten Offensivaktionen auf beiden Seiten, oftmals standen harte Check und kleine Rangeleien im Vordergrund. Die grösste Chance wies Ambri auf, als Santeri Alatalo Ende des zweiten Drittels einen Schuss von Goldhelm Dominik Kubalik glücklich auf der Zuger Torlinie retten konnte.

Ich muss zugeben, dass sich meine Blicke nicht nur auf das Spiel Zug-Ambri fokussiert hatten. Sollte Zürich oder Fribourg verlieren, wäre die erste Playoff-Qualifikation seit 2014 trotz Niederlage Tatsache. Und Zweitere lagen gegen Lausanne lange mit 1:3 in Rückstand. Ein wenig Schützenhilfe seitens Lausanne würde heute Abend vermutlich kein Ambri-Anhänger stören.

Nach 50 Minuten setzte Zug dank dem Doppelpack von Everberg den Deckel drauf. Den genialen Pass hinter dem Tor hervor spielte Garrett Roe, der sich vermutlich auch morgen noch mehr an der harten, aber fairen Gangart von Yannick Fischer und Co. ärgern wird als Ambri an dieser Niederlage.

Dass Ambri ebenfalls nicht mehr unter totalem Zugzwang stand, wurde mit dem Verbleib von Conz im eigenen Tor bis Spielschluss bestätigt. Die Qualifikation war aber noch nicht unter Dach und Fach. Fribourg glich in Lausanne aus und rettete sich in Verlängerung. Doch sie brauchten zwei Punkte, um Ambri noch zittern zu lassen.

Um 22:20 war es schliesslich soweit! Julien Sprunger scheiterte im Penaltyschiessen an Sandro Zurkirchen, welcher Ambri trotz Niederlage in Zug erstmals seit 2014 die Playoffs sicherte. Damals tat er dasselbe noch im Trikot der Biancoblu.

Wow! Wer hätte dies vor sechs Monaten gedacht? Durch den Sieg von Langnau ist Ambri zwar wieder auf den sechsten Platz gerutscht. Trotzdem haben die Leventiner am Montag gegen Rapperswil noch alles in den eigenen Händen. Mit einem Sieg würde man den zwei Saisonbesten Bern und Zug aus dem Weg gehen. Und auf wen auch immer Ambri im Viertelfinal treffen würde, Biel, Lausanne oder Langnau, es wäre alles möglich. Forza Ambri!

Bericht: Marius Künzli

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One thought on “Ambri steht in den Playoffs 18/19!

  1. Seit 24 Stunden steht fest, dass unsere Mannschaft in den Playoffs steht! Für mich ein wunderbarer und glücklicher Moment im Leben! Meine Freude ist unbeschreiblich und morgen werden wir noch erleben, welchen Platz wir schlussendlich nach 50 Spielen erreicht haben und wie viele Punkte.
    Dann haben wir ein paar Tage Zeit, uns auf die Kür vorzubereiten. Ich lasse nun den Begriff PLAYOFF auf der Zunge zergehen und freue mich auf das, was uns diese geniale Mannschaft noch schenkt.
    Tausend Dank allen, die mich so glücklich gemacht haben!

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