Ambri gewinnt Geisterspiele

In den zwei Geisterspielen holt Ambrì zwei Siege und kassieren nur ein einziges Gegentor. Gestern gewinnen sie in der leeren Valascia gegen den HC Davos mit 3:0. Heute setzen sich die Biancoblù in Lugano mit 4:1 durch und entscheiden so vier von sechs Derbys der Saison für sich.

Spiel vor leeren Rängen... (Foto: HeShootsheScoores)

Spiel vor leeren Rängen… (Foto: HeShootsheScoores)

Die beiden Teams starteten verhalten ins Derby. Das erste Drittel war recht ausgeglichen. Daniel Manzato kam nach seiner Verletzungspause zurück ins Tor, bekam aber noch nicht sonderlich viel Arbeit. In der 22. Minute wurde er dann aber unglücklich bezwungen. Es sollte das erste und einzige Mal des Abends sein. Die Chance auf Punkte verkleinerte sich, als Dominic Zwerger 2+10-Minuten kassierte. Man überstand das Boxplay, aber kurz danach wanderte auch Isacco Dotti raus. Da war es dann Matt D’Agostini, der Niklas Schlegel mit einem trockenen Handgelenkschuss bezwingen konnte. Für Ambrì war es der achte Shorthander der Saison, was Ligabestwert ist.

Fabio Hofer mit seinem zehnten Saisontor sorgte in der 42. Minute für das 2:1, was später auch der Game-Winner war. Vier Minuten später war es Robert Sabolic, der auch heute spielen konnte, auf 3:1 stellte. Auch wenn Lugano in der Schlussphase bereits für die Playoffs qualifiziert war, versuchten sie die Rückkehr und nahmen Niklas Schlegel aus dem Tor. Es nützte nichts mehr. Dominic Zwerger traf mit seinem 12. Saisontor zum Empty-Netter. Es ist der fünfte Treffer ins leere Tor. Im Gegenzug hat man acht Treffer erhalten, wenn man den Goalie rausgenommen hatte. Insgesamt fällt der Sieg wohl etwas hoch aus, aber das ist den Ambrì-Ragazzi egal und Lugano wird sich mit der Playoff-Qualifikation auch über diese Derby-Niederlage hinwegtrösten können.

Ambrì und Genf sind die zwei einzigen Teams, die beide Geisterspiele gewinnen konnten. Einen soliden Auftritt legte die Squadra gestern hin. Dank Toren von Goi, Hofer und D’Agostini (ins leere Tor) gibt es einen verdienten Sieg gegen einen fahrig wirkenden HC Davos. Die Bündner hätten noch die Chance auf den Qualifikationssieg gehabt. Mit diesem Sieg kann Ambrì auch auf den zehnten Platz vorrücken.

Diese sechs Punkte könnten im Kampf um Rang 10 enorm wichtig werden. Man schliesst die Qualifikation punktgleich mit den SCL Tigers auf dem zehnten Platz ab. Nun geht es zweimal gegen Bern, zweimal gegen die Tigers und zweimal gegen die Lakers. Dies ist zumindest so geplant. Wie es mit der momentanen Situation rund um den Corona-Virus weitergeht, wird am Montag bei einer ausserordentlichen Ligaversammlung diskutiert. Informiert wird bei der Pressekonferenz um 13 Uhr. Über die herumgeisternden Szenarien zu mutmassen, wäre falsch. Es heisst: Abwarten. Geht es wie geplant am nächsten Samstag vor leeren Rängen los, trifft Ambrì auswärts auf den SC Bern. Am Donnerstag danach käme es dann zum Direktduell gegen die Tigers in der Valascia. Affaire à suivre…

Bericht: Fabiano Wey

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