Ambrì verpasst mit zwei Niederlagen die Playoffs

Ambri erlebte ein Wochenende zum Vergessen. Nach der 3:1 Niederlage am Freitag gegen die ZSC Lions verloren die Leventiner auch das zweite Spiel dieses Wochenende gegen Genf Servette mit 0:1. Besonders schwer tat sich Ambri mit dem Toreschiessen. Mit einem Tor in zwei Partien ist die Torausbeute sehr mager. Möchte Ambri sich noch eine gute Ausgangslage für die Platzierungsrunde verschaffen, müssen schnell wieder Tore her.

Captain Elias Bianchi jubelt nach dem 1:0 Führungstor gegen die Lions. Es sollte das einzige HCAP Tor des Weekends bleiben.

Captain Elias Bianchi jubelt nach dem 1:0 Führungstor gegen die Lions. Es sollte das einzige HCAP Tor des Weekends bleiben.

Am Freitag waren mit Michael Fora und Giacomo Dal Pian zwei Stammspieler wieder zurück im Line-Up der Biancoblu. Eine Premiere gab es auf der Goalie-Position. Das erste Mal stand Krystian Jaks, der Sohn von Pauli Jaks, als Ersatztorhüter im Line-Up. Das Spiel hatte dann aus Sicht der Tessiner auch sehr gut begonnen. Bereits nach acht Minuten ging Ambri durch Bianchi mit 1:0 in Führung im Hallenstadion. Ambri hatte in der Folge auch die Möglichkeit auf 2:0 zu erhöhen, verpasste diese jedoch. So waren es in der 40. Spielminute die ZSC Lions, welche die Partie in Überzahl ausglichen. Als bereits alles auf eine Verlängerung hindeutete, brachte sich Ambri durch eine Unkonzentriertheit selber um die Punkte. Durch einen schlechten Wechsel seitens Ambri konnte sich Pedretti in der 56. Minute den Puck schnappen und traf für die Zürcher zum 2:1. Mit dem 3:1 ins leere Tor war die Partie dann endgültig entschieden. Ein sehr bitterer Abend für Ambri, waren sie doch lange in Führung und hätten mit diesem mutigen und engagierten Auftritt mindestens einen Punkt verdient gehabt.

Hochkarätige Torchancen gab es genug. Hier Matt D'Agostini gegen Lukas Flüeler

Hochkarätige Torchancen gab es genug. Hier Matt D’Agostini gegen Lukas Flüeler

Bereits 24 Stunden später hatte der HCAP dann die Möglichkeit, dieses Wochenende doch noch Punkte zu holen. Die bisherigen Duelle gegen Genf verlor Ambri allesamt. Die Zuschauer sahen lange ein sehr ausgeglichenes Duell. Ganze zwei Drittel lang wartete man in der Valascia vergebens auf ein Tor. Das Spiel plätscherte ein bisschen vor sich hin, es fehlte an Emotionen und sehenswerten Torchancen. In der 44. Minute hatte Ambri dann die Möglichkeit, in der ersten Überzahl-Situation den Skore zu eröffnen. Doch anstatt der Ambri Fans, waren es die Genfer, welche einen Wimpernschlag später das 0:1 bejubelten. Genf kam in Unterzahl in Scheibenbesitz und dann war es Winnik, welcher auf kuriose Art das Führungstor für die Genfer erzielte. Winnik schoss Ambri’s Fabio Hofer an und in der Folge kullerte die Scheibe unglücklich ins eigene Tor. Ambri probierte am Schluss nochmals alles und ersetzte Goalie Conz durch einen sechsten Feldspieler. Doch es wollte kein Tor mehr fallen und so blieb es beim Schlussresultat von 0:1. Es war ein Duell auf Augenhöhe, das zeigte auch das Torverhältnis von 22:22. Ambri zeigte sich bemüht, doch zu häufig waren die Schüsse einfach zu unpräzis.

Ambrìs stemmte sich vergeblich gegen die vorzeitige Verbannung in die Playouts. Symbolisch  dieses Bild von HCAP Stürmer Elia Mazzolini gegen ZSC Verteidiger Dave Sutter

Ambrìs stemmte sich vergeblich gegen die vorzeitige Verbannung in die Playouts. Symbolisch dieses Bild von HCAP Stürmer Elia Mazzolini gegen ZSC Verteidiger Dave Sutter

Durch die zwei Niederlagen ist Ambri nun definitiv in der Platzierungsrunde. Doch trotz zuletzt fünf Niederlagen in Serie darf Ambri den Kopf nicht hängen lassen. Nächstes Wochenende stehen nochmals wichtige Partien gegen Davos und Lugano an. Dort gilt es nochmals Punkte zu holen, bevor die Platzierungsrunde ansteht.

Interview am Freitag nach dem Spiel mit Luca Cereda

Bericht: Fiona Gamma
Fotos: Roland Jauch

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