Ambrì verliert erstmals gegen Biel

Ambrì reiste in der Mission Saison-Sweep des EHC Biel ins Seeland. Noch nie haben sie in der National League diese Saison gegen die Bieler verloren. Dies notabene nachdem vergangene Saison in neun Spielen nur ein Sieg resultierte. Am Ende reisen die Leventiner mit einer 3:1-Niederlage und ohne Punkte nach Hause.

Conz pariert den Penalty von Cunti

Conz pariert den Penalty von Cunti

Begonnen hatte alles ausgezeichnet. Christian Pinana erwischte Jonas Hiller in der fünften Minute mit einem eigentlich harmlosen Schuss von der rechten Seite. Für die Nummer 55 war es das zweite Tor der Saison. Total war es erst das 13. Tor eines Verteidigers. Damit liegt in dieser Statistik nun Rapperswil alleine an letzter Stelle. Die Führung hielt fünf Minuten. Dann war es Damien Brunner, der die Scheibe nach einem Tohuwabohu vor Conz, der zum zweiten Start in Folge kam, einschieben konnte. Die Schiedsrichter schauten sich die Szene wegen einer vermeintlichen Torhüterbehinderung lange an. Klar schob Isaaco Dotti Mike Künzle leicht in den Torraum, aber es roch sehr stark nach einem Vergehen des Bielers. Am Ende liessen die Schiedsrichter den On-Ice-Call, vermutlich mangels klarer Beweise des Gegenteils, bestehen.

Torschütze Christian Pinana wird vom Teamarzt und Physiotherapeut vom Eis geführt. Befürchtet wird eine Verletzung am rechten Knie

Torschütze Christian Pinana wird vom Teamarzt und Physiotherapeut vom Eis geführt. Befürchtet wird eine Verletzung am rechten Knie

Es war so etwas wie der Anfang vom Ende für Ambrì. In der 13. Minute fiel Torschütze Pinana verletzt aus. Nach einem Stockschlag von Damien Riat gab es eine fünfminütige Überzahl für Ambrì. Ausser die Bieler Spieler traf Ambrì nicht viel. So ging es unentschieden in die Pause. Diese tat Biel anscheinend gut und Ambrì schlecht. Zwar verschoss Luca Cunti einen Penalty, aber nur Sekunden danach traf Peter Schneider im Powerplay. Biel doppelte fünf Minuten durch Gilian Kohler nach. Ambrì hatte keine Reaktion bereit. Im zweiten Drittel kamen nur drei Torschüsse auf Jonas Hiller.

Der Puck wollte einfach nicht rein. Hier der Pfostenknaller von D'Agostini

Der Puck wollte einfach nicht rein. Hier der Pfostenknaller von D’Agostini

Nicht gezählt ist da der Pfostenknaller kurz vor Drittelsende von D’Agostini. Die Ausländerlinie um Sabolic-Flynn-D’Agostini blieb für einmal mehrheitlich blass. Durch den erneuten Ausfall von Scottie Upshall stellten sich die vier Ausländer selbst auf. Mit einem Bruch des rechten Sprunggelenkes fehlte auch wieder Fabio Hofer. Dies war Dominic Zwerger anzumerken. Der Österreicher wirkt zwar bemüht, aber über weite Strecken fehlerhaft und lethargisch. Weder in Punkten noch in der Gesamtbeurteilung kommt Zwerger an die letzte Saison heran. Bester Spieler war an diesem Abend wohl Geburtstagskind Marco Müller.
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Einmal mehr nahm Ambrì sich die Chance auf eine Rückkehr mit einigen Strafen selbst. Biel kontrollierte und liess Ambrì kaum mehr in die gefährliche Szene. Am Freitag geht es nach Fribourg und am Samstag empfängt man Langnau. Dies sind nicht nur Spiele der letzten Chancen um die Playoffs, sondern auch entscheidend, um den vorzeitigen Klassenerhalt zu sichern.

Interview mit einem selbstkritischen Michael Fora

Bericht: Fabiano Wey
Fotos/Interview: Roland Jauch
HCAP-socar

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