Ambrì verliert auch gegen Färjestad nur knapp

Ambrì schiesst erstes Champions League-Tor, verliert aber erneut. Diesmal knapp mit 2:1 gegen Färjestad. Als nächstes folgen zwei Heimspiele.

Ambri feiert dank Nick Platsino den ersten CHL Treffer (Bild: Twitteraccount CHL)

Ambri feiert dank Nick Platsino den ersten CHL Treffer
(Bild: Twitteraccount CHL)

Um 15.45 Uhr war der historische Moment gekommen. Nick Plastino erzielte im Powerplay den ersten Treffer von Ambrì in der Champions Hockey League. Nach dem Bullygewinn von Marco Müller schloss der Abwehrchef direkt ab. Gespielt waren sieben Minuten. Begonnen hat das Spiel aus Ambrì-Sicht allerdings denkbar schlecht. Bereits nach 45 Sekunden wurde Robert Sabolic wegen eines hohen Stocks auf die Strafbank. Ambrì killte das Powerplay der Schweden von Färjestad, nahm aber insgesamt 16 Strafminuten. Mit dabei sind da die vier Minuten gegen Matt D’Agostini, wegen seiner Boxeinlage. Aber auch dann sind es zu viele Strafen.

Färjestad kam in der 17. Minute zum Ausgleich. Tommaso Goi konnte seinen Gegenspieler an der Bande nicht aufhalten, weswegen sich ein 2-gegen-1 entwickelte. Das Zwischenresultat ging in Ordnung. Die Schweden hatten mehr Puckbesitz, aber Ambrì spielte erneut ein sehr aufsässiges Spiel und liess den Gegner nicht zur Entfaltung kommen. Wenn Färjestad doch zu Chancen kam, stand immer noch Dominik Hrachovina im Tor. Der Tscheche gefällt weiter sehr gut. Er lässt wenige Pucks abprallen, was heikle Szenen nah am Tor vermeidet.

Das zweite Drittel war dann eher flau und konnte nicht mehr mit dem ersten Drittel mithalten. Die Teams neutralisierten sich weitgehend, wobei Ambrì das Tempo nicht ganz halten konnte und die Schweden mehr vor Hrachovina auftauchten. Ähnlich ging es auch im dritten Drittel weiter. Allerdings mussten nun auch die Schweden Ambrì gute Chancen zugestehen. Eine sehr gute hatte Verteidiger Tobias Fohrler gleich zu Beginn des Abschnitts. Am Ende kumulierten die Leventiner 26 Schüsse aufs Tor, was drei weniger sind als der Gegner. Man schien sich bereits auf die Verlängerung einzustellen, aber dann konnte Färjestad sich in der offensiven Zone entfalten. Ngoy verlor seinen Gegenspieler und Ryno konnte von der Seite direkt vors Tor ziehen und hatte keine Mühe die Scheibe an Hrachovina vorbei zu schieben.

Da München auch das zweite Spiel gegen Bystrica gewinnen konnte, führen nun Färjestad und die Deutschen die Gruppe mit je sechs Punkten an. Will Ambrì noch eine Chance auf das Weiterkommen haben, müssen in den Heimspielen nächste Woche (5.9. gegen Färjestad und am 7.9. gegen Red Bull München) eigentlich Siege her. Schwer, aber nach dem gesehenen definitiv nicht unmöglich.

Fabiano Wey

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