Ambrì reist auch in Genf ohne Punkte ab

Wie bereits am Donnerstag aus Lausanne, geht es nach dem 0:2 auch von Genf ohne Zähler auf die lange Heimreise in die Leventina. Dennoch ist der Kampfgeist vorhanden und man kann leichte Aufwärtstendenz erkennen.

Giacomo Dal Pian (Hier bei seinem Comeback am SpenglerCup gegen Trinec) wird derzeit von Cereda viel forciert

Giacomo Dal Pian (Hier bei seinem Comeback am SpenglerCup gegen Trinec) wird derzeit von Cereda viel forciert 

Es war etwas sinnbildlich für das Spiel. In der vierten Minute kam Scottie Upshall zu einem Breakaway, scheiterte aber an Gauthier Descloux. Nur Sekunden danach kassierte Dominic Zwerger eine Strafe im offensiven Drittel. Weitere 20 Sekunden später lag die Scheibe bereits im Tor hinter Viktor Östlund. Es war Eric Fehr im Powerplay. Der Kanadier doppelte mit einem präzisen Schuss drei Minuten später nach.

Ambrì hatte gegenüber dem Spiel gegen ZSC diverse Wechsel zu tätigen. Statt Conz spielte Östlund im Tor. Dies war wegen der Krankheit von Manzato durchaus so geplant Nach dem Einsatz in Bern zeigte er erneut eine sehr gute Leistung und kam auf eine Fangquote von 94.5.%. Bei zwei Gegentoren ist dies beachtlich. Matt D’Agostini war als verletzt gemeldet. So rückte Robert Sabolic in die Aufstellung. Der Slowene zeigte kein schlechtes Spiel, liess aber einmal mehr die Durchschlagskraft vermissen. Dazu vergab er im zweiten Drittel einen Penalty. Bei einer fünfminütigen Unterzahl (Jelovac checkte Richard in die Bande) wäre Giacomo Dal Pian durch gewesen. Die Schiedsrichter entschieden auf Penalty, den aber eben die Nummer 65 gegen Descloux nicht versenkt. Wegen der Absenz von D’Agostini trug Marco Müller das Trikot des Topskorers.

Er kam immer wieder zu guten Möglichkeiten, wie im zweiten Drittel als er den Anschlusstreffer erzielten müsste. Zwerger fand ihn völlig frei vor dem Tor, aber Müller scheiterte einmal mehr am starken Descloux. Nicht nach Genf gereist, ist krankheitsbedingt Jannik Fischer. Damit hatte Cereda bei Spielbeginn nur sieben Verteidiger zur Verfügung. Dotti rückte in die erste Linie zu Nick Plastino auf. Fora spielte mit Christian Pinana. Nach der Strafe gegen Jelovac spielte Tobias Fohrler regulär im dritten Paar mit.

Der Genfer-Sieg geht auch wegen dem Schussverhältnis von 37:22 in Ordnung. Die Servettiens sind neuer Leader der National League und spielen auch so. Ihr Spiel ist klar strukturiert und hat enorm Zug aufs Tor. Ambrì hat aber gezeigt, dass man mit etwas mehr Glück auch gegen ein solches Spitzenteam punkten kann. Schaut man die ersten drei Spiele des neuen Jahres an, ist meines Erachtens eine Aufwärtstendenz erkennbar. Trotz der kurzen Erholungszeit war es wohl das beste Spiel im Jahr 2020. Dies gilt es mitzunehmen. Es wartet ein enorm wichtiges Wochenende. In einer Doppelrunde gegen die SC Rapperswil-Jona Lakers hat man die Chance wieder nah an den Strich heranzukommen. Zuerst gibt es aber vier lange Tage Pause. Nutzt sie Ragazzi!

Bericht: Fabiano Wey
Foto: Roland Jauch

 

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