Ambrì in Lausanne ohne Punkte

Nach sechs Spielen in Folge mit mindestens einem Punkt, geht die Serie in Lausanne zu Ende. Trotz der Führung durch Robert Sabolic in der zehnten Minute resultiert eine 1:5-Niederlage.

Viktor Östlund kam ab dem letzen Drittel zum Einsatz. An den Torhütern lag es aber nicht.

Viktor Östlund kam ab dem letzen Drittel zum Einsatz. An den Torhütern lag es aber nicht.

Isacco Dotti konnte die Scheibe in einem Bandenkampf ausgraben. In der Folge legte Topskorer Matt D’Agostini quer auf Robert Sabolic, der zu seinem vierten Saisontor einschiessen konnte. Man konnte so sehr darauf hoffen, dass der Jahresauftakt gelingt. Nur 67 Sekunden später riss Cody Almond die Ambrì-Fans wieder aus den Träumen. Daniel Manzato konnte einen Schuss nur ungenügend abwehren. Igor Jelovac stolperte gegen die Scheibe und Almond brauchte nur noch einzuschieben. Ambrì hatte mit 12 zu 9 im ersten Drittel mehr Schüsse als der Gegner, aber man war maximal ebenbürtig.

Es schien als seien die Biancoblù immer einen Schritt hinterher. Sie wurden von den Lausannern ein ums andere Mal mit schnellen Kontern überrumpelt. Die Waadtländer spielten es clever und legten immer wieder auf nachrückende Spieler zurück. So gab es viel freies Eis aus und brandheisse Chancen. Manzato rettete mehrmals in Extremis, war aber gegen Genazzi und Vermin machtlos.

Elia Mazzolini überstand einen Check von Tim Traber glücklicherweise unverletzt. Diese Aktion hatte gegen den Lausanner einen Restausschluss zur Folge. Aber anstatt die Aufholjagd zu starten, klappte in der fünfminütigen Überzahl überhaupt nichts. Mehrmals musste Manzato in grosser Not retten. Bei 4-gegen-4 war er acht Sekunden vor Drittelsende gegen Lindbohm ohne Chance. Gegen den anstürmenden Bertschy konnte er noch parieren, nicht aber den Nachschuss des Schweden.

An Manzato lag es keineswegs, dass das Spiel quasi bereits nach zwei Dritteln entschieden war. Dennoch wechselte Cereda Viktor Östlund ein. Damit kam Östlund zu seinem zweiten Einsatz. Was sich im zweiten Drittel ankündigte, konnte er nicht verhindern. Christoph Bertschy konnte in der 47. Minute beim x-ten Breakaway den Shorthander erzielen. Es war die endgültige Entscheidung. Danach hiess es «spielen und spielen lassen», ohne sich besonders fest weh zu tun.

Man weiss, dass ein enorm harter Monat bevorsteht. Lausanne kann langsam, aber sicher mit den Playoffs planen. Für Ambrì geht es weiter darum die Träume der ersten Acht möglichst lange aufrechtzuerhalten. Dafür hilft der Sieg der SCL Tigers gegen die ZSC Lions aber nicht. Nun heisst es halt gegen die Spitzenteams ZSC und Genf am Wochenende zu punkten.

Bericht: Fabiano Wey

 

Rate this post