Ambrì bezwingt Lieblingsgegner ZSC

Das verflixte siebte Jahr – oder aus Sicht der Leventiner – die verflixten letzten sieben Spiele. Doch Ambrì zeigte Kampfgeist, Leidenschaft und machte der Niederlagenserie ein Ende. Sie gewinnen auswärts mit 3:2 gegen die ZSC Lions und holen sich im dritten Saisonduell den dritten Sieg.

Die Ausgangslage für die Leventiner war nicht leicht. Vor acht Tagen versuchten sie nach vielen Coronainfektionen wieder Fuss in der National League zu fassen. Der dichte Spielplan und die Verletztenliste machte dem HCAP das Comeback schwierig. Doch die letzten beiden Siege gegen die ZSC Lions stimmte das Team von Luca Cereda optimistisch.

Ambrì startete vorsichtig ins erste Drittel und versuchte weniger Strafen zu nehmen, als am Samstag gegen Bern. Wie bereits im letzten Spiel sass Noele Trisconi als erster Spieler auf der Strafbank. Doch Ambrì kämpfte und überstand dieses und drei weitere Unterzahlspiele. In der 23. und 29. Minute durfte der HCAP Powerplay spielen. Doch bei ein paar guten Abschlüssen blieb es. Nicht nur das. Sie kassierten den sechsten Shorthander der laufenden Saison. Brendan Perlini wollte die Scheibe vor dem Tor durchspielen. Sven Andrighettol stach rein und umspielte Viktor Östlund mühelos. Für den Liga-Topscorer war es das 21. Saisontor – bereits der vierte (!) Shorthander. Wieder lagen die ZSC Lions vorne. Dies war bereits bei den zwei vorherigen Saisonduellen der Fall. Ein gutes Omen für Ambrì?

Viktor Östlund im Tor musste zwei von 32 Schüssen passieren lassen.

Ja, denn der HCAP kämpfte und schoss nach 50 langen Minuten den Ausgleich. Der Anfang der Wende machte Brendan Perlini, der sein erstes Tor für den HCAP schoss. Perlini scheiterte kurz zuvor noch alleine vor Lukas Flüeler – nun war er erfolgreich. Der Ausgleich bedeutete mindestens einen Punkt für den HCAP, falls es bis zur 60. Minute so geblieben wäre. Es kam aber noch besser. In der 56. Minute erzielte ZSC-Verteidiger Tim Berni ein lupenreines Eigentor. Was ihn bewegte unter Druck durch den eigenen Torraum zu dribbeln, bleibt sein Geheimnis. Jannik Fischer war als letzter Leventiner an der Scheibe und kam so ganz billig zu seinem ersten Saisontor. Zwei Minuten später doppelte Perlini mit seinem zweiten Tor des Abends nach. Der britisch-kanadische Doppelbürger schloss ein 2-gegen-1 nach Vorlage von Brian Flynn erfolgreich ab. Der Anschluss von Maxim Noreau 44 Sekunden vor Schluss kam für die Lions zu spät. Östlund liess sich nicht mehr bezwingen und feierte den zweiten Sieg der Saison. Gut möglich, dass er auch am Freitag gegen die Lakers im Tor stehen wird.

Brendan Perlini erzielte die ersten zwei Tore auf Schweizer Eis.

Tore
30:37 1:0 Sven Andrighetto
50:02 1:1 Brendan Perlini (Kneubuehler, Flynn)
56:00 1:2 Jannik Fischer
58:08 1:3 Brendan Perlini (Flynn)
59:16 2:3 Maxim Noreau (Rautiainen, Bodenmann)

Strafen: ZSC Lions: 8 Minuten (4 x 2’); Ambrì: 18 Minuten (4 x 2‘ | 1 x 10‘)

Bericht: Soraya Sägesser; Fotos: Archiv GdA (Marcel Wey)

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