14 Tage und viel Chaos danach

Am Dienstag spielt Ambrì, sofern bis dahin alles nach Plan verläuft, in Fribourg. Das letzte Spiel der Biancoblù ist dann genau zwei Wochen her. Seither ist kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Es fühlt sich fast wie ein Neustart an. 

Die Stimmung gegen die ZSC Lions am 27. Oktober war grandios. Neben der Montanara wurden nach dem furiosen 5:2 diverse Spieler gefeiert, allen voran der vierfache Torschütze Julius Nättinen. Gleichzeitig mischte sich eine Menge Wehmut in die Jubelgesänge. Hat man gerade das letzte Mal die Montanara in der alten Valascia gehört? In Antizipation des Bundesratsentscheides vom Tag danach, waren diese Befürchtungen nicht unbegründet. Ohne einen Zeitrahmen zu nennen, wurden Grossveranstaltungen auf 50 Zuschauer begrenzt. Für den Sport ist dies faktisch die Rückkehr zu Geisterspielen. Auch wenn die Pandemie in den nächsten Wochen abflacht oder zurückgeht, dürften die Massnahmen nicht so schnell gelockert werden, wie im Sommer.

 

Jubelt Ambrì auch in Fribourg?

Jubelt Ambrì auch in Fribourg?

Die National League hat entschieden den Spielbetrieb unter den neuen Massnahmen bis anfangs Dezember weiterzuführen. Dann wird neu beurteilt. Abhängig, ob es weitergeht sind mögliche finanzielle Hilfen des Bundes. Die Clubs streben ä Fonds perdu-Beiträge an. Dagegen gibt es aber weiterhin jede Menge Opposition diverser Politiker. Zu weit in die Zukunft schauen hat momentan eh keinen Wert. So geht es für Ambrì nach der zweiwöchigen Pause beim HC Fribourg-Gottéron weiter. Gottéron ist übrigens auch der Gegner von Ambrì im Cupviertelfinal, der am 30. November/1. Dezember in der Valascia stattfindet. Sie setzten sich in Visp mit 4:1 durch. Die Drachen sind (überraschend) gut in die neue Saison gestartet. Mit 14 Punkten in sieben Spielen der National League stehen sie in der Tabelle nach Punkten pro Spiel auf dem vierten Rang. Sie holen pro Spiel zwei Punkte – Ambrì einen. Mit -2 (Ambrì -9) haben sie ein negatives Torverhältnis, dass sie sich aber im letzten Spiel am 1. November mit 1:6 in Lausanne kaputt gemacht haben.

Ambrì dagegen muss, trotz den fünf Toren gegen die Lions, weiter an ihrer Durchschlagskraft und Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor arbeiten. Die Effizienz bei 5-gegen-5 lässt stark zu wünschen übrig. Immer können sie sich nicht auf das PP und Nättinen verlassen. Der HCAP hat das beste PK der gesamten Liga, aber dicht dahinter folgt…Fribourg. So muss Cereda und Ambrì, ohne Müller und D’Agostini, gegen einen vermeintlich direkten Gegner um die Playoffs kreative Lösungen finden. Vergangene Saison gingen die vier Direktduelle jeweils an die Heimteams.

Bericht: Fabiano Wey

 

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